Musica Italiana
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San Remo 2003: Die Ergebnisse
Teilnehmer Sanremo 2003
SPIEGEL ONLINE: Elisa und die italienische Musik
Alex Baroni und Giorgio Gaber gestorben
Sanremo 2002
Neues auf dem Vorweihnachtsmarkt
Italien-Spezial bei CD-Kritik
Elisa gewinnt Sanremo
San Remo-Festival im Internet
San Remo-Teilnehmer 2001
Auch Celentano mit neuem Album
Ab sofort neues Eros-Album
Paola & Chiara in Deutschland erfolgreich
Neues von Bocelli und Pausini
883 starten in Deutschland
Nek is back
Andrea Bocelli singt EM-Song
Spezial zum San Remo-Festival 2000
Konzertkritik Luca Carbnoni
Bald neues Branduardi-Album
Platinum Europe Awards 1999
Bocelli in Großbritannien und den USA
Biagio Antonacci multimedial
Branduardi erhält Friedenspreis
"Message in a Bottle" mit Laura Pausini
Bryan Adams und Michael Jackson als Notendiebe
Vasco Rossi großer Gewinner bei PIM
Neues Album von Andrea Bocelli
Anna Oxa gewinnt Sanremo-Festival 1999
Best Of und Tour von Angelo Branduardi
Farbrizio De Andrè gestorben
Die beliebtesten Musiker
19er CD-Box von Lucio Battisti
BlueSugar von Zucchero
Live-Album von Eros Ramazzotti
Lucio Battisti gestorben
Comeback von Gianna Nannini
Best Of und Buch von 883
Preise für Live-Musik
Backstreet Boys in italienisch
Italienische Radiosender in Deutschland

 

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San Remo 2003: Die Ergebnisse
Die letztjährige Zweitplatzierte und große Favoritin Alexia hat das traditionelle Musik-Festival in Sanremo 2003 gewonnen. "Per dire di no" ist ein typischer Sanremo-Titel: eine Ballade, wie sich der Nicht-Italiener italienische Musik vorstellt.
Hier die Ergebnisse im Überblick:
Sieger: Alexia - Per dire di mo
2. Platz: Alex Britti - 7000 caffè
3. Platz: Sergio Cammariere - Tutto quello che un uomo
Preis für besten Text: Enrico Ruggeri & Andrea Miro - Nessuno tocchi caino
Preis für bestes Arrangement: Franco Battiato (Autor von Giuni Russo - Morirò d'amore)
Preis für beste Musik: Sergio Cammariere
Kritikerpreis: Sergio Cammariere
Sieger in Internet-Abstimmung: Alex Britti

Musikalisch gab es wie gewohnt wenig Überraschendes. Sergio Cammariere, der von den Musikkritikern für den Titel ausgezeichnet wurde, "brachte den Blues nach San Remo". Die Quoten im Fernsehen waren in diesem Jahr schlechter als noch in den Jahren zuvor. Ein Grund dafür wird darin gesehen, dass die Veranstaltung mit insgesamt 5 Tage zu sehr in die Länge gezogen wurde. Hier wird derzeit über eine Straffung des Zeitplans diskutiert.
(12.3.03) 

 


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Teilnehmer Sanremo 2003
Wie jedes Jahr findet auch 2003 wieder das italienische Musikfestival in San Remo statt. Wie jedes Jahr wird auch diesmal wieder in den Medien diskutiert, dass erneut die ganz großen Namen fehlen. Aber - und auch das war in den letzten Jahren immer so - ist zumindest die oberste Riege der zweiten Liga dabei. Hochkarätigster Teilnehmer ist sicherlich Enrico Ruggeri, der im Duett mit seiner Lebensgefährtin Andrea Miro antritt. Mit dabei auch einige Alt-Stars, die zwar Ihre beste Zeit hinter sich haben, aber immer noch viele Anhänger haben, wie Nino D'Angelo, Fausto Leali, Anna Oxa und Amedeo Minghi. Außerdem nehmen auch wieder einige Ex-Sieger (aus Haupt- oder Nachwuchswettbewerb) teil.

In der Kategorie "Big" sind am Start:

Alexia "Non è l amore"
Luca Barbarossa "Fortuna"
Alex Britti "7000 caffè"
Sergio Cammariere "Tutto quello che un uomo"
Nino D'Angelo "A storia e nisciuno"
Cristiano De André "Un giorno nuovo"
Eiffel 65 "Quelli che non hanno età"
Fausto Leali "Eri tu"
Lisa "Oceano"
Amedeo Minghi "Sarà una canzone"
Andrea Miro e Enrico Ruggeri "Nessuno tocchi Caino"
Negrita "Tonight"
Anna Oxa "Cambierò"
Antonella Ruggiero "Di un amore"
Giuni Russo "Morirò d amore"
Silvia Salemi "Nel cuore delle donne"
Bobby Solo e Little Tony "Non si cresce mai"
Syria "L amore è"
Anna Tatangelo con Federico Stragà "Volare"
Iva Zanicchi "Se fossi un tango". 

In der Kategorie "Giovani" sind am Start:

Alina "Un piccolo amore"
Allunati "Chiama di notte"
Dolcenera "Siamo tutti la' fuori"
Marco Fasano "E gia'!..."
Jacqueline M.Ferry "Vicina e lontana"
Gianni Fiorellini "Bastava un niente"
Roberto Giglio "Cento cose"
Patrizia Laquidara "Lividi e fiori"
Elsa Lila "Valeria"
Maria Pia and Superzoo "Tre fragole
Filippo Merola "Mi sento libero"
Daniela Pedali "Vorrei"
Daniele Stefani "Chiaraluna"
Verdiana "Chi sei non lo so"
Manuela Zanier "Amami
Zurawski "Lei che"
(14.01.03)


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Alex Baroni und Giorgio Gaber gestorben
Die italienische Musikszene trauert um zwei Musiker. Alex Baroni und Giorgio Gaber sind gestorben. Der 35-Jährige Baroni fiel nach einem Verkehrsunfall am 19. März 2002 ins Koma und starb am 13. April. Alex Baroni war erst seit ein etwa drei Jahren als Sänger bekannt und hatte bisher außer einigen Radio-Hits keine Erfolge vorzuweisen. Im Oktober wurde posthum ein Best-Of-Album mit drei neuen Titeln veröffentlicht. Am 1. Januar 2003 erlag Giorgio Gaber im Alter von 63 Jahren an einem langen Krebsleiden. Er galt als einer der großen Cantautori (Liedermacher) Italiens. In den letzten brachte er weiter verschiedene Alben raus, allerdings jenseits der Charts und Radiostationen.

(14.01.03)
 


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aus SPIEGEL ONLINE: Elisa und die italienische Musik

Die dunkle Seite des Mondes

Von Stefan Krulle

Italiens Popmusik hat mehr zu bieten als Sänger, die wie Aperitifs heißen. Doch die in ihrer Heimat als Stars gefeierten Musiker haben es schwer, nördlichere Gefilde zu erobern. Die Rocksängerin Elisa wagt bereits den zweiten Anlauf.

Seien wir ruhig ehrlich: Es passiert nicht allzu oft, dass Musikjournalisten sich überlegen, wie denn wohl dieser Künstlerin oder jenem Künstler ernsthaft zu helfen sei. Und dabei womöglich noch der Vernunft zu entsagen, gilt regelrecht als unfein, als Fauxpas gar und ist ergo peinlich. Weshalb eine unglaubliche Szenerie von vor knapp fünf Jahren in einem Club auf der Hamburger Reeperbahn bis heute überliefernswert geblieben ist. Knapp zwei Hundertschaften renommierter, etablierter oder blasierter, in jedem Einzelfall aber irritierter Experten standen vor der winzigen Bühne und hätten doch lieber gekniet. Einige von ihnen sprachen plötzlich keine ganzen Sätze mehr, andere schwiegen lieber gleich. Man glaubte soeben just einen Zipfel dessen gesehen zu haben, wovon die Pressetexte der Plattenfirma sonst zu Unrecht schwafelten. Die Zukunft des Pop hieß Elisa und kam, ausgerechnet, aus Italien.

Was hatte dieses freilich kulturschwangere Land denn nach der Oper der Welt musikalisch schon zu bieten gehabt? Richtig, die Pop-Operette und ein paar nervtötende Hier-ist-der-Strand-hier-kann-ich-sein-Liedchen. Cin-Cin. Und Paolo Conte, Ausnahmen bestätigen die Regel. Ansonsten aber hießen die Stars wie Aperitifs und blieben dementsprechend schwach auf der Brust. Einmal durch den stets brummkreiselheiteren Sänger-Wettstreit von San Remo geschleust und schon in der Heimat ein Star, bloß eben kaum irgendwo sonst. Das einzige, was italienische Stars in Deutschland bewegten, waren die Termine der Pizzabäcker. Wann und wo immer einer der Heroen sich über die Heerwege Hannibals gen Norden wagte, blieben die Teigfladenküchen für einen Abend kalt.

Das, so glaubten wir zumindest an jenem denkwürdigen Abend, könnte bald anders werden. Diese Elisa nämlich, deren Bassist aussah und sich bewegte wie Meat Loaf auf Speed, während an den Keyboards ein junger römischer Gott zu sitzen schien, diese Elisa also, gerade mal 20 Lenze jung, müsste eigentlich im Handstreich die Republik nehmen können. Solch energetischen Alternative Rock zwischen teeniehafter Weltschmerz-Pose und nicht löschbarer Wut im süßen Bauch hatte man schließlich schon viel zu lange vermisst. Dann aber hörten wir die Platte und fegten einen Teil der Illusionen vorsichtshalber wieder in den Müll.

Dabei war "Pipes & Flowers" durchaus ein schönes Stück Pop - wenn man Elisa nicht auf der Bühne gesehen hatte. Endlich einmal musste kein italophoner Mensch lamentieren wie bei den Platten Lucio Dallas, es sei halt die Kluft zwischen netter Melodie und bitterbösen Versen, die so reizvoll empfunden werden könne. Tibetische Poesie, so wissen wir, soll im Original auch ungeahnte Reize haben. Eine schöne Wirkung indes zeitigte Elisas Ausflug ins Feindesland dann doch: ein paar der Journalisten sagten in den nächsten Monaten keine Pressereise Richtung Appenin mehr ab - und wurden dafür reich belohnt.

Natürlich werden, zumal in Zeiten von Berlusconi-TV und Berlusconi-Presse, die italienischen Charts von formatiertem Müll verstopft - wer aber wollte hier den ersten Stein werfen, und das womöglich noch aus Deutschlands siecher Pop-Industrie hinaus? Andererseits aber sind die Zeiten, da Italiens Habenseite allein vom Piemonteser Kauz Conte und dem toskanischen Querkopf Branduardi auf männlicher sowie den unkaputtbaren Signorine Nannini und Milva auf femininer Seite besetzt war, endgültig vorbei. Dass wir hiervon, bei Radiosendern, die ein Wochenprogramm mit 200 Titeln bestreiten, nichts bemerken können, ist so schade wie wohl nicht zu ändern.

Und das ausgerechnet jetzt, wo Italiens Pop-Artisten ihre Flügel weiter breiten als je zuvor. Die einstigen Underground-Helden Litfiba haben trotz der Trennung von ihrem charismatischen Sänger Piero Pélu jüngst mit "Insidia" ein famoses Rock-Album für all jene heraus gebracht, die sich schon vor zwölf Jahren für Spaniens Heroes del Silencio begeistern mochten. Volksheld Adriano Celentano legte gerade mit "Per Sempre" ein vollreifes, beeindruckendes Alterswerk vor, Gianna Nannini bot kürzlich auf ihrer Europa-Tournee die selten so geglückte Transformation einstiger Wildheit in jetzige Grandezza. Und besagte Elisa probt, nachdem ihre nächsten beiden Alben in Deutschland gar nicht erst veröffentlicht worden waren, mit der Werkschau "Elisa" den zweiten Anlauf.

Ein Wagnis, wie die Sängerin sehr genau weiß. "Italiens Pop verlässt sich wie kein anderer auf die Vorlieben und Erfahrungen der heimischen Jugend. Ohne eine Übersetzung lässt sich das nur schwer, vielleicht auch gar nicht bei Euch hier vermitteln." Der Versuch muss dennoch gemacht werden, schon weil die Plattenfirmen zwei Dutzend Platinplatten in Italien, Spanien, Portugal und Lateinamerika, wie sie Elisa und auch ihre Kollegin Laura Pausini vorzuweisen haben, "irgendwie immer wie den Preis in einem Weltmusik-Wettkampf ansehen." Und so muss sich die fulminante Künstlerin erneut gegen den Strich bügeln und ihre Lieder von unsensiblen Produzenten weiß verkacheln lassen, um der Company das Gefühl zu schenken, alles für den Erfolg im Norden getan zu haben - bevor Elisa zum zweiten Mal in der Versenkung verschwindet, weil wieder mal niemand zugehört, nachgedacht und Mut bewiesen hat.

Elisa: "Elisa" (Epic/Sony Music), veröffentlicht am 4. November 2002
 

Litfiba: "Insidia" (Staccato Records), veröffentlich am 26. August 2002
 

Adriano Celentano: "Per sempre" (Epic/Sony Music), veröffentlicht am 18 November 2002
 

Laura Pausini: "Best Of" (Eastwest/Warner Bros.), veröffentlicht am 27. Mai 2002
 

(14.01.2003)



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Teilnehmer Sanremo 2002
In Kürze ist es wieder soweit: Das legendäre italienische Musikfestival in San Remo findet statt. Natürlich fehlen die ganz großen Namen wieder in der Teilnehmerliste. Aber das ist auch verständlich. Man stelle sich einmal vor, Westernhagen würde bei der  Grand Prix Vorausscheidung antreten. In Relation dazu können sich die Teilnehmer durchaus sehen lassen. Allen voran Enrico Ruggeri. Mit Michele Zarrillo, Mino Reitano, Patty Pravo, Gino Paoli, Nino D'Angelo oder Fausto Leali sind sind auch wieder viele Altstars am Start. Interessant dürfte auch das "Duell" zwischen Francesco Renga, der im letzten Jahr mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet wurde, und seiner ehemaligen Band Timoria sein. Dies wäre übrigens vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen: Eine alternative Rockband wie Timoria tritt in Sanremo auf. Mittlerweile hat die musikalische Vielfalt aber auch hier Einzug gehalten, wenngleich das seichte italienische Liedchen weiterhin dominiert. Als musikalische Gäste außerhalb des Wettbewerbs haben sich aus Italien übrigens Nek, Marcella Bella, Irene Grandi, Alice, Mango, Mietta und Nomadi angekündigt. Über die internationalen "Superospite" ist noch nichts bekannt.
Hier die Teilnehmerliste im "Big"-Wettbewerb

(7.1.02)
 


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Neues auf dem Vorweihnachstmarkt
Der Herbst ist traditionell die Hauptjahreszeit für Neuveröffentlichungen auf dem Musikmarkt. In Italien ist dezeit besonders viel los. Den Anfang machten Enrico Ruggeri und Laura Pausini jeweils mit einem Best-Of-Album inklusive neuer Single. Enrico Ruggeri hat sich dabei für eine Live-Variante erschienen. Auch gerade erschienen sind die neuen Alben von Zucchero, 883 und Andrea Bocelli. Mit neuen Singles kommen jetzt Lucio Dalla, Mina, Luca Carboni, Massimo Ranier, Pooh, Renato Zero, Gatto Panceri und Biagio Antonacci. Die dazugehörigen Alben werden sicher noch im lukrativen Vorweihnachsgeschäft veröffentlicht.
(27.10.01)
 


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Italien-Spezial bei CD-Kritik
Eine hervorragende Adresse für CD-Kritiken im Internet ist http://www.cd-kritik.
Seit ein paar Tagen gibt es dort nun einen Sonderteil zum Thema "Italien", in dem neben vielen Plattenkritiken (unter anderem vom Schreiber dieser Zeilen) auch interessante Informationen zu den betreffenden Musikern und den Regionen zu finden sind.
 



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Elisa gewinnt San Remo-Festival
Die relativ unbekannte Sängerin Elisa hat das Sanremo-Festival gewonnen. Sie verwies damit die als haushohe Favortin gehandelte Siegerin von 1995, Giorgia, auf den zweiten Platz. Dritter wurde Matia Bazar. Wie schon vor zwei Jahren also drei Frauen auf den ersten Plätzen. Nachdem beide sowohl die Expertenjury als auch die demoskopische Jury nach den ersten Tagen Giorgia auf den ersten Platz gesetzt hatten, setzte sich nun überraschend Elisa durch. Eine Gemeinsamkeit dieser Stücke liegt darin, dass beide Titel als Paradebeispiele für das typische Sanremo-Lied der letzten Jahre durchgehen könnten.(Verwunderlich, dass ausgerechnet die Kopie und nicht das Original gewann.) Nette, radiotaugliche Musik, die man dann aber nach ein paar Wochen wieder vergessen hat. Neuer Trends haben wir wieder mal nicht gesehen. Das wird auch nicht erwartet. Aber einen richtig toller Song, der wie früher Zeichen setzen könnte und der über Italiens Grenzen hinaus für sich und das Festival wirbt, ist weit und breit nicht in Sicht.

Aber vielleicht stellt sich das Nachwuchswettbewerb wieder einmal als Sprungbrett heraus. Hieraus waren immerhin seit der Einführung 1984 Eros Ramazzotti, Marco Masini, Michele Zarrillo, Paolo Valessi, Laura Pausini und Andrea Bocelli hervorgegangen und in den letzten vier Jahren waren es Paola e Chiara und Alex Britti hervorgegangen, die danach eine erfolgreiche Karriere starteten. Diesmal machte dieser Wettbewerb seinem Namen alle Ehre. Und zwar siegte eine vierköpfige Band, die zusammen gerade einmal 57 Jahre auf dem Buckel hat. Mit dem netten Pop-Song "Stai con me - forever" landeten Gazosa diesen Überraschungserfolg.

Einige schräge Töne für die Quote (Quintorigo, die dann auch gleich letzte wurden, aber mit dem Sonderpreis für das beste Arrangement ausgezeichnet wurden) sind immer dabei. Und auch der sozialkritische Song darf nicht fehlen: Principe e Socio M. in "Targato NA" einen schwulen Polizisten.
Aber da werde ich langsam immer mehr wie die Italiener. Sie schimpfen über das Festival, fragen sich, ob das Niveau jemals so schlecht war, lesen in den Zeitungen Kolumnen mit dem Titel "Tschüß Festival, auf nimmer Wiedersehen!" und sitzen dennoch die ganzen Tage über vor dem Fernseher. Es hat auch mir wieder viel Spaß gemacht: Die neuen Titel, der Wettbewerb, die Geschichten drum herum um Skandale, angebliche Ungerechtigkeiten und die Outfits der Intepreten. In diesem Sinne - bis zum nächsten Jahr.

Hier die kompletten Ergebnisse:

Hauptwettbewerb:
  1. Elisa - Luce
  2. Giorgia - Di sole e d'azzurro
  3. Matia Bazar - Questa nostra storia d'amore
  4. Michele Zarrillo - L'acrobata (Foto)
  5. Paola Turci - Saluto l'invento
  6. Jenny B. - Anchè tu
  7. Alex Britti - Sono contento (Preis für beste Musik)
  8. Gigi D'Alessio - Tu che ne sai
  9. Fabio Concato - Ciao Ninin
10. Anna Oxa - L'eterno movimento
11. Peppino Di Capri - Pioverà
12. Gianni Bella - Il profuno del mare
13. Syria - Fantasticamente amore
14. Sottotono - Mezze verità
15. Quintorigo - Bentivoglio Angelina
16. Bluvertigo - L'assenzio
 

Nachwuchswettbewerb:
  1. Gazosa - Stai come me forever (Foto)
  2. Moses - Maggie
  3. Francesco Bocci e Giada Caliendo - Turuturu
  4. Principe e Socio M. - Targato NA
  5. Carlotta - Prometta
  6. Francesco Renga - Raccontami...
  7. Paolo Meneguzzi - Edo io non ci sto più
  8. Carlito - Emily (Sonderpreis für besten Text)
  9. Xsense - Luna
10. Roberto Angelini - Il sig. Domani
11. Sara6 - Bocca
12. Velvet - Nascosto dietro un vetro
13. Stefan Ligi - Battiti
14. Riky Anelli - Ho vinto un viaggio
15. Pincapallina - Quando io
16. Isola Song - Grazie
 


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San Remo-Festival im Internet
Nur ganz wenige Haushalte in Deutschland empfangen Italienische Fernseh- und Radiosender. Wer dennoch nicht auf Informationen und Ausschnitte verzichten möchte, dem seien folgende Seiten zu empfehlen:
Offizielle Festivalseite
Sanremo Seite von Musica Italiana
Radiosender Radio Italia Solo Musica Italiana
Fersehsender Rai
Radiosender Raiuno

Darüber hinaus sind in den italienischen Tageszeiten vor, während und nach dem Festival Ergebnisse, Hintergrundberichte usw. zu lesen. Hier die wichtigsten:
La Stampa
Il Corriere
La nazione

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San Remo-Teilnehmer 2001
Die Teilnehmer des legendären alljährlichen Festivals des italienisches Liedes stehen nun fest.
Wieder fehlen die ganz großen Stars. Aber aus der zweiten Reihe sind mit Gigi D'Alessio, Anna Oxa. Paola Turci oder Michele Zarrillo einige Interpreten vertreten. Vielversprechend sicherlich der in Italien - insbesondere bei jungen Leuten - sehr beliebte Alex Britti (siehe Foto), der sich in den letzten zwei Jahren immer wieder als einer der wenigen Künstler in den Single- Verkaufscharts gegen die englischsprachige Konkurrenz durchsetzen konnte. Ein junges Publikum ansprechen sollen ebenfalls Quintorigo und Sottotono.
Auch die letztjährige Nachwuchssiegerin Jenny B. versucht sich dieses Jahr im Wettbewerb der Großen. Nach diesem Sieg war sie bis jetzt völlig in der Versenkung verschwunden. Interessanterweise tritt sie diesmal auch gegen Giorgia an, deren Masche und Musik Jenny B. ja bei ihrem Sieg so erfolgreich kopiert hatte.

Die Teilnehmer im einzelnen:

DER HAUPTWETTBEWERB (Sezione BIG):
Gianni Bella - Il profumo del mare
Bluvertigo - L'assenzio
Alex Britti - Sono contento
Fabio Concato - Ciao ninin
Gigi D'Alessio -  Tu che ne sai
Peppino Di Capri - Pioverà- habibi ane
Elisa - Luce
Giorgia - Di sole d'azzurro
Jenny B - Anche tu
Matia Bazar - Questa nostra grande storia d'amore
Anna Oxa - L'eterno movimento
Quintorigo - Bentivoglio Angelina
Sottotono - Mezze verità
Syria - Fantasticamente amore
Paola Turci - Saluto l'inverno
Michele Zarrillo - L'acrobata

DER NACHWUCHSWETTBEWERB (Sezione GIOVANI):
Ricky Anelli - Ho vinto un viaggio
Roberto Angelini - Il signor domani
Carlito - Emily
Carlotta (Foto) - Promessa
Francesco e Giada - Turututu
Gazosa - Stai con me-forever
Isola Song - Grazie
Stefano Ligi - Battiti
Paolo Meneguzzi - Ed io non ci sto più
Moses - Maggie
Pincapallina - Quando io...
Principe e Socio M. - Targato NA
Francesco Renga - Raccontami...
Sara 6 - Bocca
X Sense - Luna
Velvet - Nascosto dietro a un vetro
 

Wie jedes Jahr überträgt RAI Uno jeden Festival-Tag live. Der Sender ist außerhalb Italiens über Satellit (Eutelsat oder Premiere-World-Paket) zu empfangen. Die neuesten Informationen können natürlich auch via Internet eingeholt werden. Einen Überblick über interessante Sanremo-Seiten gibt es rechtzeitig an dieser Stelle.

Auch Celentano mit neuem Album
Der Herbst ist die Jahreszeit, in der es erfahrungsgemäß die meisten Neuerscheinungen auf dem Musikmarkt zu vermelden gibt. Nach Eros Ramazzotti hat sich nun auch ein zweiter international bekannter Italo-Star zurück gemeldet: Adriano Celentano. Sein neues Album "Esco di rado e parlo ancora meno" erscheint am 10.11. in Italien und wird kurze Zeit später auch in Deutschland erhältlich sein. Die erste Single daraus "Per averti" erscheint am selben Tag und wird dann wohl in den italienischen Radiostationen rauf und runter laufen. Erfolg versprechend sind nicht nur die bereits 680.000 Vorbestellungen der italienischen Plattenhändler, sondern auch die Namen der Autoren: Mogol (arbeitete viel mit Lucio Battisti zusammen) und Gianni Bella.
(2.11.00)


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Ab sofort neues Eros-Album
Es ist soweit. Das neue Album des italienischen Musik-Exports Nr. 1 ist erschienen. "Stilelibero" ("Freistil") bietet typischen Eros-Sound und sogar noch mehr (siehe CD-Tipps). 12 neue Titel, darunter ein Duett mit Cher finden sich auf dem sehr hörenswerten Album. Um mir in 1 1/2 Wochen die Arbeit des Verfassens einer neuen Meldung zu ersparen, prognostiziere ich schon einmal den Einstieg in die deutschen Album-Charts von 0 auf 2 (Platz ist wohl nicht drin, da U2 in der selben Woche ihr neues Werk herausbringen. Als - heute gar nicht mehr so ungewöhnlichen - Zusatz ist auf der CD übrigens ein "Traccia interacctiva" zum Abspielen auf dem PC enthalten.
(30.10.00)
 
 
 


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Paola & Chiara in Deutschland erfolgreich
Mit Paola & Chiara hat es wieder einmal eine neue italienische Musikgruppe in die deutschen Hitparaden geschafft. Das junge Frauenduo ist in Italien bereits seit einigen Jahren sehr beliebt. Mit "Vamos a bailar" gelang nur der europaweite Durchbruch. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass der fröhliche Disco-Song mit spanischer Titelzeile außerhalb Italiens in englischer Sprache und nicht wie im Original in Italienisch gesungen wird. Ebenso ist von "Television", dem aktuellen Album der beiden, sowohl eine italienische als auch eine englische Version erhältich. In Italien wurde daraus als zweite Single bereits "Amore mi dai" ausgekoppelt.
(8.10.00)
 
 
 


Neues von Bocelli und Pausini
Der Sommer geht zuende, die Zahl der Musikveröffentlichungen steigt wieder. Diese Gleichung geht auch dieses Jahr wieder auf. Neues gibt es jetzt von zwei auch in Deutschland sehr beliebten Italienern: Andrea Bocelli und Laura Pausini.
Andrea Bocellis Album "Verdi" ist bereits erschienen und ist - aufgrund des Namens nicht überraschend - eine Hommage an Guiseppe Verdi, dessen Todestag sich 2001 zum 100sten Mal jährt. Bocelli singt auf dem Album berühmte Lieder aus den den Opernwerken "Traviata", "Rigoletto" und "Trovatore".
Laura Pausinis Single "Tra me e il mare" ist bereits der Airplay-Hit in Italiens Radiostationen. Geschrieben wurde dieser Titel von Biagio Antonacci, der zurzeit anscheinend lieber für andere schreibt. War er doch zuletzt erst als Songwriter von Syria tätig. Das dazugehörige Album ist ab dem 15. September erhältlich. Wie immer bringt Laura parallel eine spanische Version heraus, die diesmal auch in den USA (unter Latin Pop) veröffentlicht wird.
(4.9.00)
 
 


883 starten in Deutschland
In Italien sind sie bereits seit Jahren extrem erfolgreich, jetzt wollen sie auch in Deutschland durchstarten: die to)Popgruppe 883 (sprich: otto otto tre; benannt nach einer Harley 883).
Fröhlicher, computerlastiger Pop, der hierzulande ein wenig an die neue deutsche Welle erinnert, das ist das Markenzeichen der Band um den eindeutigen Boss Max Pezzali (siehe Foto). Die erste in Deutschland veröffentlichte Single ist das in Italien bereits im Spätsommer 1999 in den Hitparaden vertretene "Viaggio al centro del mondo". Die internationale Tournee führt sie in den nächsten Tagen auch in einige deutsche Städte. Unter Termine sind die Tourdaten aufgelistet.
(4.7.00)


Nek is back
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Spätestens seit "Laura non c'è" ist Nek auch hier in Deutschland ein Begriff. Nun erscheint sein neues Album "La vita è (Das Leben ist)". Die vorab veröffentlichte Single "Ci sei tu" zeigt schon, was auf dem neuen Album zu erwarten ist: typischer Nek-Sound. Dafür spricht auch, dass statt von einem geplanten internationalen Produktionsteam im Endeffekt doch wieder nur Nek und Massimo Varini übrig blieben. Was sich aber auf jeden Fall verändert hat, sind die Themensetzungen, wie der italienische Sänger beteuert: "Ich singe jetzt nicht mehr nur über die Liebe. Ich bin jetzt 28 Jahre als und habe mich weiter entwickelt. Mit dieser Platte zeige ich, dass Nek mehr kann."
Im Oktober wird Nek dann auch auf Tournee gehen. Hier verlässt er sich ganz auf sein eingespieltes Team der letzten Tour. Genaue Termine werden hier selbstverständlich rechtzeitig bekannt gegeben.
(12.6.00)
 


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Andrea Bocelli singt EM-Song
Die BBC hat einen Andrea-Bocelli-Titel als Erkennungsmelodie für ihre Sendungen zu Fußball-Europameisterschaft in Holland und Belgien ausgewählt. Der Titel "Canto della terra" von dem Album "Sogno" wird während der EM immer zu hören sein, wenn der TV-Sender von den Spielen und dem Rangeschehen berichtet. Bocelli wird so bei den populärsten internationalen Großveranstaltungen des Sports dabei sein. Denn auch zur Olympiade in Sydney in diesem Sommer trägt der blinde Tenor einen Titel bei.
Nicht zum ersten Mal wählten die Briten übrigens ein italienisches Musikstück als Erkennungsmelodie für ein Fußball-Turnier aus. Bereits 1990 bei der WM in Italien sang Luciano Pavarotti im BBC "Nessun dorma".
(18.5.00)


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San Remo-Festival  2000

Hauptwettbewerb

Avion Travel (Foto links) haben völlig überraschend das 50. Festival des italienischen Liedes in San Remo gewonnen. Dieses Ergebnis wird bereits als Revolution des Sanremo-Festivals gefeiert. Denn mit dem Piccola Orchestra Avion Travel, so der vollständige Name, hat der Favorit der Musikkritiker gewonnen, der musikalisch so gar nicht in das Raster des "typischen" italienischen Liedes passt. Die offiziellen Kritikerpreise für die beste Musik und das beste Arrangement konnten sie zudem als zusätzliche Auszeichnungen mit nach Hause nehmen.
In der Gunst des Fernsehpublikums landete die Gruppe nach dem ersten Tag nur auf Platz 11. Diese Rangliste hatte allerdings keinen direkten Einfluss auf die endgültige Wertung, die letzlich von der zehn Musikexperten und einer repräsentativen Bevölkerungsgruppe festgelegt wurde. Das Telefonvotum, nach dem zunächst Geradina Trovato vorne lag, hat allerdings für angeregte Diskussionen gesorgt. Während in früheren Jahren nur die ersten drei Plätze genannt wurden, erschien diesmal in den Zeitungen eine komplette Liste bis hinuter zu Platz 16. Vor allem die auf den unteren Plätzen rangierenden Künstler sowie deren Plattenfirmen kritisierten diese Veröffentlichung. Einfluss auf Verkaufszahlen und der Imageschaden seien für bekannte Musiker nicht gerade ein Anreiz in San Remo aufzutreten, da sie sich dort möglicherweise blamieren könnten.
Auf Platz zwei landete im Endefffekt Irene Grandi mit dem von Vasco Rossi produzierten "La tua ragazza sempre". Dritter wurde der große Favorit, Alt-Star Gianni Morandi. Er hat extra Eros Ramazzotti als Produzent engagiert, gereicht hat es dennoch nicht ganz für ihn. Auf den letzten beiden Plätzen landeten erneut zwei sehr populäre Musiker: der Ex-Superstar Umberto Tozzi und der stets melancholische Marco Masini. Bleibt zu hoffen, dass ihnen das Schicksal von Massimo Di Cataldo und Gianluca Grignani erspart bleibt, bei denen die Verkaufszahlen nach dem schlechten Abschneiden in San Remo deutlich hinter den Erwartungen zurück blieben.

Nachwuchswettbewerb
Den Nachwuchswettbewerb konnte Jenny B. (Foto rechts) mit "Semplice sai" für sich entscheiden. Sie überzeugte durch eine emozionale Darbietung und eine klare, ausdrucksstarke Stimme. Die Medien sprachen in diesem Zusammenhang vom "Giorgia-Effekt". Giorgia gewann auf diese Art und Weise 1995 das Festival. Jenny B arbeitete übrigens schon mit Adriano Celentano, Ligabue und Zucchero zusammen und war die Stimme bei dem internationalen Erfolg "The Rhythm Of The Night" von Corona. Auf Platz zwei landeten Tiromacino und Riccardo Sinigallia mit dem Titel "Strade, ein Song der Musikrichtung Trip-Hop. Die mit 20 Jahren jüngste Interpretin Luna erreichte den dritten Platz. Sie wurde sicherlich auch dafür belohnt, dass sie in ihrem Titel "Cronaca" ein so heikles Thema wie Kindesmissbrauch aufgegriffen hat. Luna erhielt dafür den Kritikerpreis für den besten Text.
Kuriosum am Rande: Mit Padre Alfonso Maria Parente nahm ein waschechter, rockender Pfarrer am Wettbewerb teil.

Drumherum
Auch 2000 waren wieder hochkarätige Gäste im Theater Ariston zugegen. Aus Italien waren Antonello Venditti und Lucio Dalla dabei. Luciano Pavarotti gab sich gar als Moderator neben Fabio Fazio die Ehre. Internationale Gäste waren beispielsweise Oasis, Aqua, Sting und die Eurythmics. Für das größte Aufsehen sorgten allerdings am ersten Abend Jovanotti und später auch Bono, Leadsänger der Gruppe U2, die das Festival als politisches Forum nutzen. Sie richteten in ihren Liedern einen Appell an die Politik und an den italienischen Präsidenten D'Alema im speziellen, im Zuge der Feierlichkeiten zum Heiligen Jubeljahr, das in Rom 2000 gefeiert wird, den armen Ländern die Staatsschulden zu erlassen. D'Alema traf sich darauf mit Bono und Jovanotti zu einem von beiden Seiten sehr positiv bewerteten Gespräch. Auf jeden Fall sorgte dieses Thema in den Tagen von San Remo für viel Fuorore. Den emotionalen Höhepunkt setzten Bono und sein Bandkollege The Edge, als sie am letzten Tag während ihres Auftritts eine Rede in italienischer Sprache zu diesem Thema hielten.

Fazit
In diesem Jahr war längst nicht alles wie immer.  Normalerweise läuft es so ab: Ganz Italien sitzt vor dem Fernseher (auch diesmal wieder über 17 Millionen) und ist wie elektrisiert. Dennoch wird über die schlechte Qualität der einzelnen Beiträge gejammert. Nicht zuletzt durch den Sieg von Avion Travel und aufgrund eines deutlich anspruchsvoller besetzten Teilnehmerfelds bei den Nachwuchsintepreten waren die Kritiken der italienischen Presse in diesem Jahr jedoch nicht so niederschmetternd wie in den Jahren zuvor. Man setzt wieder Hoffnungen in die italienische Musik.
Mehr zu den einzelnen Titeln in der Italienischen Sehnsucht, die im März produziert wird. Im Archiv gibt es jetzt eine Liste aller Titel, die jemals in San Remo angetreten sind.

Die Resultate im einzelnen
Hauptwettbewerb
  1. Avion Travel - Sentimento
  2. Irene Grandi - La tua ragazza sempre
  3. Gianni Morandi - Innamorato
  4. Max Gazzè - Il timido ubriaco (Foto rechts)
  5. Samuele Bersani - Replay
  6. Geradina Trovato - Gecchi e vampiri
  7. Carmen Consoli - Il bianco e il nero
  8. Matia Bazar - Brivido caldo
  9. Alice - Il giorno dell'indipendenza
10. Gigi D'Alessio - Non dirgli mai
11. Subsonica - Tutti i miei sbagli
12. Spagna - Con il tuo nome
13. Mietta - Fare l'amore
14. Mariella Nava & Amedeo Minghi - Futuro come te
15. Marco Masini - Raccontami di te
16. Umberto Tozzi - Un'altra vita

Nachwuchswettbewerb
  1. Jenny B. - Semplice sai
  2. Tiro Mancino e Riccardo Sanigallia - Strade
  3. Luna - Cronaca (Foto rechts)
  4. Andrea Mirò - La canzone del perdono
  5. Davide De Marinis - Chiedi quello che vuoi
  6. Padre Alfonso Maria Parente - Che giorno sarà
  7. Lythium - Noel
  8. Enrico Sognato - E io ci penso ancora
  9. Marjoric Biondo - Le margherite
10. Erredieffe - Ognuno per sé
11. Claudio Fiori - Fai la tua vita
12. B.A.U. - Ogni ora
13. Fabrizio Moro - Un giorno senza fine
14. Joe Barbieri - Non ci piove
15. Alessio Bonomo - La Croce
16. Laura Falcinelli - Uomo davvero
17. Moltheni - Nutriente
18. Andrea Mazzacavallo - Nord-est
(27.2.00)
 


Konzertkritik Luca Carboni
Es kommt nicht so häufig vor, dass ein italienischer Superstar in einem kleinen Klub in Deutschland auftritt. Da kann zwei Stunden lang Mainz durchaus zu Magonza werden. Luca Carboni im Kulturzentrum - und es tummelt sich die nunmehr dritte und vierte Generation italienischer Einwanderer in der Halle. Carbonis drollige Bemühungen, die Fans auch auf deutsch zu begrüßen, sind fast nicht nötig. Der Bologneser setzt auf minimalistische Instrumentierungen und empfindsame Texte. Er tritt mit einer fünfköpfigen Band auf, spielt selbst Gitarre, und verlockt mit seinem gut abgemischten Sound zum Hinhören, treiben lassen. Viele Songs von Luca Carboni fließen angenehm, vor allem Mare, mare, sein Song über einen nächtlichen Motorradausflug von Bologna ans Meer, bei dem vor allem der Weg das Ziel ist. Luca Carboni betont, dass seine Texte immer aus der Musik entstehen - romantische, ironische, intime Texte. "Diese Lieder sind Liebeslieder", sagt er, um einen Zyklus seiner ruhigeren Songs einzuleiten, Songs, die keineswegs schmalzig daherkommen, selbst wenn er, ganz der glücklicheVater, seiner Freundin nach der Geburt des Sohnes Samuele das neue Lied La mia ragazza gewidmet hat. "Mein Mädchen ist jetzt Mutter" sagt er stolz; solche "Ich-bin-jetzt-Vater"-Episoden können auch ganz gehörig schiefgehen, tut es aber hier nicht.
Und Carboni kann auch anders: Von rockigen, poppigen oder lateinamerikanischen Einflüssen stimuliert, animiert er mit Songs wie Ci vuole un fisico bestiale oder Macedonia polare seine Zuhörer zum Tanzen und Mitsingen. Und ist mit Inno nazionale, seiner "Nationalhymne", die sich an Fußballfans und gegen Rassismus wendet, gerade jetzt nach den Vorkommnisssen in italienischen Stadien aktuell. So wie Carboni über sein Hobby Malen erzählt, dass seine Ideen zu Zeichnungen oft über ein Bild entstehen, das sich im Kopf festsetzt, so ist leicht vorstellbar, wie er komponiert, um anschließend die Melodien mit Worten zu füllen. Philosophisch, poetisch, ironisch oder beobachtend. Luca Carboni hat in Italien eine Nische gefunden, er lässt sich nicht festlegen, ist kein reiner Rocksänger wie Vasco Rossi oder Schnulzenkönig wie Eros Ramazzotti. Acht Alben hat der 37- Jährige im Verlauf der vergangenen 15 Jahre veröffentlicht - das mag wenig sein, ist aber typisch Carboni. Denn so wie er redet - langsam, wohlüberlegt, zurückhaltend - so lässt er sich bewusst Zeit zur Entfaltung und Reifung seiner Ideen. Der Spaß an der Klubtournee ist Carboni und seiner Band anzumerken. In Italien sind sie gewohnt, große Hallen und Stadien zu füllen, hier geht es zurück zur Basis. Carboni wirkt nicht einmal genervt, als ihn Fans nach dem Konzert in einem Restaurant beim Essen stören. Er lässt seine Pizza kurz links liegen und stellt sich dem Erinnerungsfoto.
(Frankfurt Rundschau 28.2.00)
 


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Bald neues Branduardi-Album
Etwa ein Jahr nach seiner Best-Of-Kollektion und knapp zwei Jahre nach seinem letzten Studioalbum "Il dito e la luna" wird Angelo Branduardi sich demnächst mit einem neuen Werk zurückmelden. 'L'infinitamente piccolo' ist dem heiligen San Francesco gewidmet.
Trotz der Mitarbeit von Franco Battiato und Ennio Morricone wird man auf den typischen Branduardi-Sound nicht verzichten müssen. Auf dem neuen Album mischen sich mittelalterliche, gregorianische, ethnische und sogar Techno-Dance Rhythmen.
(25.1.00)
 


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Platinum Europe Awards 1999
Ligabue, Andrea Bocelli, Adriano Celentano und Mina sind die italienischen Künstler, die 1999 einen Platinum Europe Award für der internationalen Plattenindustrie für eine Millionen verkaufte CDs in Europa erhalten. Andrea Bocelli ("Sogno" und "Sacred arias") und Adriano Celentano (gemeinsam mit Mina "Mina Celentano" und "Io non so parlar d'amore") wurden sogar für zwei Alben ausgezeichnet.  Ligabue schafften die Millionengrenze mit ihrem 96er Album "Buon compleanno Elvis'.
(25.1.00)


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Bocelli in Großbritannien und den USA
Erstmals in seiner Karriere hat Andrea Bocelli einen Hit in den britischen Charts gelandet. Der Titel "Canto della terra" schaftte jetzt den Einstieg.
Weniger erfolgt hatte der Tenor in New York. Eine Silvester-Gala zusammen mit Sting und Aretha Franklin musste abgesagt werden. Es waren nicht genügend Leute bereit 1.000 bis 2.500 Dollar für diesen Feier zu bezahlen.
(5.12.99)


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Biagio Antonacci multimedial
Mit seinem 1998 erschienen Album "Mi fai stare bene" landete Biagio Antonacci einen Riesenerfolg. Das Album verkaufte sich über 700.000 mal, die Tour lockte 600.000 Fans in Stadien und Hallen. Jetzt gibt es eine limitierte Multimedia-Version dieses Albums. Legt man die CD in den CD-Spieler, ist es eine normale CD. Im PC erwartet den Käufer dagegen eine multimediale Show mit Filmen, Videoclips, Liedtexten, Biografie etc. Die CD ist seit dem 26. November in Italien erhältlich.
(5.12.99)
 


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Branduardi erhält Friedenspreis
Angelo Branduardi hat während eines Konzerts in Assisi den den Preis "Artista della pace 1999" (Künstler des Friedens 1999) verliehen bekommen. Diese Würdigung verdiente sich Branduardi durch sein Eintreten für Frieden und Solidarität. Verliehen bekam er den Preis von Sergio Onofri, dem Präsidenten der Vereinigung "United artists for peace".
(18.9.99)
 


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"Message in a Bottle" mit Laura Pausini
Die Italienerin Laura Pausini steuert einen Titel zum Soundtrack des Films "Message in a Bottle" mit Kevin Costner bei. Es ist eine typische Pausini-Ballade, die im Abspann zu hören sein wird. Das ungewöhnliche daran ist nur, dass "One More Time" in Englisch gesungen ist.
(1.9.1999)


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Bryan Adams und Michael Jackson als Notendiebe
Die italienische Sänger Al Bano hat einen Prozeß gegen Michael Jackson gewonnen. Das Gericht sah es als erwiesen an, daß sich der "King of Pop" seinen Titel "Will You Be There" aus Al Banos "I cigni di Balaka" zusammengeklaut hat. Michael Jackson muß nun 4 Milliarden Lire Schmerzensgeld zahlen. Der Richter begründete das Urteil folgendermaßen: "Es handelt sich eindeutig um ein Plagiat. Die Ähnlichkeit ist nicht zufällig. Nicht nur Melodie und Harmonie sind identisch, sondern auch große Teile des  Textes."
Ähnliche Probleme dürften demnächst auf Bryan Adams zukommen. Ein anderer Italiener, der relativ unbekannte Liedermacher Mauro Pepe, erkennt in "When You're Gone" das von ihm  geschriebene und bei der Vorausscheidung zum Sanremo-Festvial 1984 von der Gruppe Crilife vorgetragene "Cavallo d' acciaio". Er entdeckte bei dem Titel des kanadischen Rockstars "die gleichen Harmonien, die gleichen Noten, das gleiche Tempo und eine identische Grundmelodie."
(18.5.99)


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Vasco Rossi großer Gewinner bei PIM
Großer Gewinner bei der vierten Ausgabe der italienische Musikpreisverleihung PIM (Premio Italiano della Musica) ist Vasco Rossi. Gut 60000 Fernsehzuschauer beteiligten sich an dieser Wahl, bei der der Italo-Rocker gleich drei der begehrten Preise mit nach Hause nehmen durfte.
Hier die kompletten Ergebnisse:

Bestes italienisches Album:      Vasco Rossi - Canzone per me
Bestes italienisches Lied:         Ligabue - Ho perso le parole
Italienische Neuentdeckung:    Alex Britti
Beste italienische Tour:            Vasco Rossi
Bestes italienisches Video:       Aritcolo 31 - La fidanzata
Preis der Musikkritiker:           Vasco Rossi
Bestes internationales Album:   U2 - The Best Of 1980-1990
(5.4.99)


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Neues Album von Andrea Bocelli
"Sogno" ("Traum") heißt das soeben auch in Deutschland erschienene Pop-Album von Andrea Bocelli (siehe auch CD-Tips). Seit seinem Erfolgsduett "Time To Say Goodbye" mit Sarah Brightman ist der toskanische Tenor auch außerhalb Italiens ein Superstar. Dies durfte er zuletzt bei der Oscar-Preisverleihung unter Beweis stellen, als er zusammen mit Celine Dion den Titel "The Prayer" präsentierte. Bocelli war damit nominiert als bester Original-Film-Song, konnte sich letztlich aber nicht gegen "When You Believe" aus dem Film "Der Prinz von Ägypten" durchsetzen.
Auch auf dem neuen Bocelli-Album sind wieder einige interessante Duette zu finden. Dieses Mal singt er neben eben genannter Celine Dion noch mit Eros Ramazzotti und Dulce Pontes zusammen.
(1.4.99)


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Anna Oxa gewinnt Sanremo-Festival 1999
Wie schon im letzten Jahr wurde auch das 1999er Festival des italienischen Liedes in Sanremo ein Triumph für die Frauen. Siegerin wurde Anna Oxa mit "Senza pietà. Antonella Ruggiero - die einzige Interpretin, die auch 1998 dabei war - wurde erneut Zweite. Mariella Nava landete auf Rang drei. Den Wettbewerb der Nachwuchsinterpreten gewann der nach seinem Hit im letzten Sommer schon recht bekannte Alex Britti.

Hier das offizielle Endergebnis:.
  1. Anna Oxa - Senza pieta
  2. Antonella Ruggiero - Non ti dimentico
  3. Mariella Nava - Così è la vita
  4. Enzo Gragnaniello & Ornella Vanoni - Alberi
  5. Stadio - Lo zaino
  6. Al Bano - Il visto della quiete
  7. Marina Rei - Un inverno da baciare
  8. Nino D'Angelo - Senza giacca e cravatta
  9. Daniele Silvestri - Aria  (Sieger der Musikkritiker)
10. Nada - Guardami negli occhi
11. Eugenio Finardi - Amami Lara
12. Gatto Panceri - Dove dov'è
13. Gianluca Grignani - Il giorno perfetto
14. Massimo Di Cataldo - Come sei bella

Nachwuchswettbewerb:
  1. Alex Britti - Oggi sono io
  2. Filippa Giordano - Un giorno in più
  3. Leda Battisti - Un fiume in piena
  4. Arianna - C'è che ti amo
  5. Daniele Groff - Adesso
  6. Elena Cateneo - Nessuno può fermare questo tempo
  7. Francesca Chiara - Ti amo che strano
  8. Max Gazzè - Una musica può fare
  9. Allegra - Puoi fidarti di me
10. Soerba - Noi non ci capiamo
11. Quintorigo - Rospo (Sieger der Musikkritiker)
12. Boris - Little darling
13. Dr. Livingstone - Al centro del mondo
14. Irene La Medica - Quando lei non c`è

Auszeichnung für das beste Arrangement:
Quintorigo

Auszeichnung für den besten Text:
Daniele Silvestri

Auszeichnung für beste Musik:
Antonella Ruggiero & Mariella Nava

Mehr Informationen gibt es z.B. bei Radio Italia und auf den Sanremo-Extraseiten von Musica Italiana.
(28.2.99)


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Best Of und Tour von Angelo Branduardi
Angelo Branduardi hat ein Doppel-Album mit 33 seiner schönsten Songs veröffentlicht. Die CD trägt den Titel "Studio Collection" und ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich. Seiner aktuelle Europa-Tournee lief in Deutschland mit großen Erfolg. In dem Artikel "Hal Wolf, halb Lamm" beschreibt Ingeborg Scober für die "Süddeutsche Zeitung" vom 11.2. das Konzert in München folgendermaßen:

Im Kerzenlicht saß Angelo Branduardi entspannt über seine Gitarre gebeugt, als würde er im häuslichen Weinkeller eine Mußestunde verbringen. Kaum waren die letzten sanften Töne verklungen, wies er in radebrechendem Deutsch das aufmerksame Publikum in der Philharmonie darauf hin, daß er nicht den ganzen Abend über "metaphorisch nackt" allein bestreiten würde, es nach dem "ruhigen, schönen Schlaf" durchaus auch noch laut, brutal, gewaltig werden könnte. "Wir sind alle halb Wolf, halb Lamm." Beim anschließenden Exkurs über das Dasein als Troubardour und Minnesänger, über das Testosteron der frühen Jahre und die mittlerweile grauen Wuschellocken erwies er sich als hinreißend komischer und hintergründiger Standup Comedian.
Der Italiener machte seinem Ruf alle Ehre, ein begnadeter Geschichtenerzähler zu sein, ein Rattenfänger mit Gitarre, Geige und Samtstimme, ein verläßlicher Garant für konzertant Verspieltes. Er löste sein musikalisches Versprechen ein, steigerte mit seiner fünfköpfigen, internationalen Band langsam das Tempo und die Lautstärke, mal hochdramatisch, dann wieder romantisch oder einschmeichelnd zärtlich, ohne dabei jemals in Kitschige abzurutschen. Was für die gesamte einfache, aber effektvolle Präsentation galt: das wunderschön verhaltene Licht- und Schattenspiel, die unaufdringliche Fröhlichkeit und Konzentration der Musiker, den ausgewogenen, transparenten Sound, in dem kein Ton verlorenging.
Auch wenn's bisweilen wehmutsvoll wie in einem Spaghetti-Western klang, zählt Branduardi nicht zum Italo-Pop, hat vielmehr einen eigenständigen Stil aus Zutaten der griechischen, spanischen, französischen, ja keltischen Kultur auf "Il dito e la luna" herauskristallisiert. Trotz einem temperamentvollen Flamenco-Wettstreit mit einem virtuosen Gitarristen auf "I santi" sind seine Spezialität stimmungsvolle Kompositionen aus dem Mittelalter, der frühen Renaissance und dem Barock. Dazu bewegte er sich nicht nur bei "Il giocatore di biliardo" wie eine Marionette und ließ als Pierrot im Mao-Anzug bei "L'uso dell'amore" ein bißchen Commedia dell'arte-Stimmung aufkommen. Wobei er auch hier, mit seiner Beschreibung der "Spezialistin für alte Musik aus dem akademischen Selbstmord-Zirkel" für Heiterkeit sorgte.
(11.2.99)


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Fabrizio De Andrè gestorben
Der italienische Musiker Fabrizio De Andrè ist tot. In einer Mailänder Spezialklinik erlag er im Alter von 58 Jahren einem Krebsleiden.
De Andrè wurde in den sechziger Jahren durch seine anarchistische Grundeinstellung als "Poet der rauhen Gegenwart" (Süddeutsche Zeitung) zu einer Kultfigur der aufsässigen Jugend. Inspiriert durch französische Chansonsänger wie Georges Brassens und Francois Villon wurde er zu einem der beliebtesten Liedermacher in Italien. Er übersetze aber auch Lieder von Bob Dylan und Leonard Cohen. Die Musik war seine Leidenschaft", schrieben Kritiker über den in Genua geborenen
Sänger. Er habe den italienischen Schlager aus den "Untiefen des Reims auf Amore (Liebe)" geholt und aus dem "Engpaß Strophe-Refrain-Strophe". Seine Ballade "Bocca di rosa (Mund aus Rosen") von der Frau, die alle Männer eines Dorfes beglückt und daraufhin ausgewiesen wird beispielsweise, gilt auch heute noch als fröhliches Spottlied auf die katholische Doppelmoral.
In den letzten Jahren lebte Fabrizio De Andrè zurückgezogen auf Sardinien und befaßte sich vornehmlich mit ethnischer Musik der Indianer. Noch im letzten Jahr gab er in Italien Livekonzerte, in denen er vor allem durch seine unqualifizierten politischen Aussagen auffiel ("Ohne die Ndrangheta (kalabrische Mafia) wäre die Zahl der Arbeitslose in Kalabrien noch viel höher, mindestens zehn Prozent höher als jetzt. Die Ndrangheta hilft bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit."). Doch diese Tournee mußte bereits im August aufgrund seiner Krankheit vorzeit abgebrochen werden.
(12.1.99)


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Die beliebtesten Musiker
Eros Ramazzotti ist der italienische Lieblingsmusiker der Europäer. Das ergab eine Umfrage einem großen europäischen Nachwuchswettbewerb unter 15-35-jährigen Zuschauern aus elf europäischen Metropolen. Hinter Eros, der für die niederländischen Befragten gar der beste Musiker überhaupt ist, folgt an zweiter Stelle Zucchero. Der dritte Platz geht an Nek, vierte wurde Laura Pausini, die vor allem von den ganz jungen Leuten gewählt wurde, und Andrea Bocelli kam auf den fünften Platz. Von den älteren Befragten wurden zudem häufig Angelo Branduardi und Gianna Nannini genannt. Was wurde sonst noch herausgefunden: Belgier und Spanier stehen vor allem auf Litfiba, Franzosen auf Jovanotti. Als Gruppen, die in Zukunft für Furore sorgen könnten, erhielten Ustamamò, Almamegretta und 24 Grana die meisten Nennungen.
(8.1.99)


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19er CD-Box von Lucio Battisti
Einige Wochen nach dem Tod Lucio Battistis ist das Gesamtwerk des italienischen Liedermachers in einer "magischen Schachtel" mit 19 CDs veröffentlicht worden. Neben den regulären Alben sind auch einige Raritäten dabei. So ist in dem Paket das bisher vergriffene erste Album mit Liedern, die schon andere Künstler erfolgreich interpretierten ("29 settembre", "Nell cuore, nell'anima", "Uno di più"), ebenso enthalten wie das englischsprachige Album "Images". Außerdem dabei: Zwei CD-Singles, die bisher nie auf einem Album erschienen sind. Insgesamt wurden von diesem Gesamtwerk 5000 CD-Versionen und 1000 Vinyl-Versionen hergestellt. Das CD-Paket enthält dabei nicht die üblichen CD-Plastik-Boxen, sondern die mit der Vinyl-Ausgabe identischen Foto- und Textbeilagen.  Zusätzlich zu beiden Pressungen  gibt es jeweils ein Buch mit allen biographischen und discographischen Informormationen. Der Preis liegt bei umgerechnet ca. 500 DM.
(11.12.98)


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BlueSugar von Zucchero
Das Album "BlueSugar" von Zucchero ist seit dem 16.11. nun auch in Deutschland in der italienischen Version erhältlich. Wie immer bringt der Italo-Barde auch sein neustes Werk sowohl in italienischer als auch in englischer Sprache auf den Markt. Die meisten CD-Händler hierzulande allerdings haben - wenn überhaupt - nur eine kleine Anzahl der italienischen Ausgabe vorrätig. Außerdem sollte man beim Kauf genau aufpassen, daß man auch diejenige CD erwischt, die man haben möchte. Denn äußerlich gleichen sich beide Versionen bis auf die Bezeichnung der einzelnen Titel völlig. Von der aktuellen Singleauskopplung "Blue" gibt es in Deutschland jedoch nur eine Fassung. Darauf ist aber als vierter Track die italienische Version dieses Stücks mit dem Titel "Blu" zu finden.
Mit diesem Titel gab es zuletzt einigen Ärger. Michele Pecora klagte Zucchero an, den Titel "Blu" von seinem "Era lei" geklaut zu haben. Für Entlastung sorgte ein Gutachten. Darin hieß es: "Die einzige Ähnlichkeit liegt im Refrain. Und vier gleich Noten bedeuten noch keine Cover-Version."
Mehr zu dem Album unter den CD-Tipps.
(30.11.98)


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Live-Album von Eros Ramozzotti
In den nächsten Tagen erscheint das neue Album von Eros Ramazzotti. Dabei handelt es sich um Mitschnitte aus seiner Welt-Tour 1998. "Eros live" ist kein Abklatsch der im  letzten Jahr erschienen Best Of- Zusammenstellung "Eros". Denn zehn der fünzehn neuen Titel auf Ramazzottis erstem Live-Album waren auf "Eros" nicht vertreten. Neben gewöhnlichen Live-Versionen finden sich darauf auch einige Akkustik-Versionen, spanische Aufnahmen von "Quanto amore sei" und "Più bella cosa" sowie die Duette mit Tina Turner ("Cose della vita") und mit Joe Cocker ("That's All I Need To Know - Difenderò). Letztgenannter Titel wurde auf dem Königsplatz in München aufgenommen und ist seit dem 22.10. auch als Single erhältlich.
Hier die komplette Titelliste:
1.Io amerò; 2.Un altra te; 3.Solo con te; 4.L'urgano Meri; 5.Cuore agitati; 6.Un cuore con le ali; 7.That's All I Need To Know - Difenderò; 8.Cuanto amor me das; 9.Lei però; 10.Stella gemella; 11.Cose della vita - Can't Stop Thinking Of You; 12.Le cose mas bella; 13.Adesso tu; 14.Dove c'è musica; 15.Senza perderci di vista.
(22.10.98)


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Lucio Battisti gestorben
Die italienischen Medien sprachen vom Tod des "wichtigsten Popmusikers Italiens". Seit seinem ersten Hit "Balla Linda" 1968 erlangte Lucio Battisti 30 Jahre lang große Erfolge und verfügte über eine große Fangemeinde. Außerdem schrieb er Texte für andere Musiker wie Mina oder Patty Pravo.  Am 9. September wurde gegen 8:30 Uhr in den Radio- und Fernsehsendern das Programm unterbrochen und mit Sondersendungen auf den Tod des Sängers hingewiesen wurde. Schon in den nächsten Tagen wird sein letztes Album "Hegel" erscheinen. Lucio Battisti starb im Alter von 55 Jahren an Leberkrebs.
(10.9.1998)


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Comeback von Gianna Nannini
Gianna Nannini meldet sich nach mehreren Jahren Pause zurück. Die neue Single "Centomilla" erscheint am 27. August, das dazugehörige Album am 24. September. Darauf werden zwölf Titel zu hören sein, mit denen sie - laut Plattenfirma - zu ihren "Rock-Wurzeln" zurückkehrt.
(28.8.1998)


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Best Of und Buch von 883
883, eine der beliebtesten Gruppen der letzten Jahre, haben ein Best-Of-Album auf den Markt gebracht, das gleich in der ersten Woche auf Platz eins der Verkaufscharts geschossen ist. Darauf enthalten sind viele alte Stücke oder Remix-Versionen, aber auch die neue Single "Io ci sarò". Der Name des Albums "Gli anni" ("Die Jahre") ist gleichzeitig der Titel eines der größten Hits und bietet sich natürlich für eine Best-Of-Zusammenstellung an. Max Pezzali, Stimme und Kopf der Band, hat zusätzlich noch ein Buch mit dem Titel "Stessa storia, stesso posto, stesso bar" ("selbe Geschichte, selber Ort, selbe Bar", Textzeile aus "Gli anni") veröffentlicht. Im September soll dann noch ein Video der Band erscheinen. 883 selbst haben sich übrigens nach dem Modell 883 der Harley Davidson benannt. Mehr zu 883 auch unter CD-Tips oder auf der Homepage der Gruppe, die auch in englischer Sprache abrufbar ist.
(12.8.1998)


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Preise für Live-Musik
Vom 6. bis 19. August findet iin Kalabrien das alljährliche Festival "Fatti di Musica" statt.  Dort werden Preise für die besten Live-Akts verliehen. Die premierten Künstler nehmen an sieben verschiedenen Tagen die Ehrungen entgegen und geben zu diesem Anlaß jeweils ein Live-Konzert. Das Programm: 6.8. Ivano Fossati (beste Texte); 8.8. PFM (beste Gruppe); 9.8. Fiorella Mannoia (beste weibliche Interpretin); 13.8. Fabrizio de Andre (bester Live-Akt des Jahres); 15.8. die Rapper Sottotono, La Pina, Otiere, Bassi Maestro, Fuori Fase, A T.P.C., Lyricalz und Sab Sista (neue Vertreter italienischer Musik); 17.8. Pooh (beste Bühnenausstattung und Bühnenbild); 18.8. Antonello Venditti (Preis für gesamte Karierre).
(20.7.1998)

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Backstreet Boys in italienisch
Als in der Landessprache singende Antwort auf die Backstreet Boys hat Italien "I Ragazzi Italiani", die sowohl musikalisch als auch optisch ganz an die großen Vorbilder angelehnt sind und bei deren Konzerten die Mädchen demzufolge auch reihenweise in Ohnmacht fallen. Wer nun in Zukunft die Backstreet Boys in italienischer Sprache hören möchte, kann jetzt auch auf das Original zurückgreifen. "Non puoi lasciarmi così" heißt die speziell für den italienischen Markt aufgenommene Version von "Quit Playing Games".
(30.6.1998)
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Italienische Radiosender in Deutschland
Tip für alle Satellitenempfänger: Zusätzlich zu dem Satellitenreceiver gibt es ab 300 DM die sogenannte ADR-MusicBox. ADR - das bedeutet Astra Digital Radio. Derzeit sind es 87 Sender, die über ADR zu empfangen sind. Zum Jahresende sollen es bereits über 100 sein. Die meisten Geräte können sogar an den Computer angeschlossen werden und so die elektronische Programmzeitschrift Radiowoche ausstrahlen.

Neben fast allen deutschen öffentlich-rechtlichen und mehreren Privatsendern sind damit auch einige ausländische Sender  zu empfangen. Darunter zum Beispiel Radio Italia Solo Musica Italiana. Hier wird nur italienische Musik gespielt. Dazu gibt es Interviews, Gespräche mit Hörern, Charts und ein paar Mal am Tag Nachrichten.
Außerdem wird das Programm von Rete Uno ausgestrahlt. Dieser Sender ist aus der Schweiz und sendet ausschließlich in italienischer Sprache. Im Programm sind viele Wortbeiträge, aber auch italienische und englische Musik.

Interessenten kann ich auf Wunsch auch eine Liste aller Sender und deren Programmschwerpunkt per e-mail zuschicken. Mehr Infos dazu gibt es aber auch hier.
(11.5.1998)
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