Musica Italiana
Die deutschsprachige Seite für italienische
Pop- und Rockmusik
San Remo 2003: Die Ergebnisse
Die letztjährige Zweitplatzierte und große Favoritin Alexia hat das
traditionelle Musik-Festival in Sanremo 2003 gewonnen. "Per dire di no" ist ein
typischer Sanremo-Titel: eine Ballade, wie sich der Nicht-Italiener italienische
Musik vorstellt.
Hier die Ergebnisse im Überblick:
Sieger: Alexia - Per dire di mo
2. Platz: Alex Britti - 7000 caffè
3. Platz: Sergio Cammariere - Tutto quello che un uomo
Preis für besten Text: Enrico Ruggeri & Andrea Miro - Nessuno tocchi caino
Preis für bestes Arrangement: Franco Battiato (Autor von Giuni Russo - Morirò
d'amore)
Preis für beste Musik: Sergio Cammariere
Kritikerpreis: Sergio Cammariere
Sieger in Internet-Abstimmung: Alex Britti
Musikalisch gab es wie gewohnt wenig Überraschendes. Sergio Cammariere, der von
den Musikkritikern für den Titel ausgezeichnet wurde, "brachte den Blues nach
San Remo". Die Quoten im Fernsehen waren in diesem Jahr schlechter als noch in
den Jahren zuvor. Ein Grund dafür wird darin gesehen, dass die Veranstaltung mit
insgesamt 5 Tage zu sehr in die Länge gezogen wurde. Hier wird derzeit über eine
Straffung des Zeitplans diskutiert.
(12.3.03)
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Teilnehmer Sanremo 2003
Wie jedes Jahr findet auch 2003 wieder das italienische Musikfestival in San
Remo statt. Wie jedes Jahr wird auch diesmal wieder in den Medien diskutiert,
dass erneut die ganz großen Namen fehlen. Aber - und auch das war in den letzten
Jahren immer so - ist zumindest die oberste Riege der zweiten Liga dabei.
Hochkarätigster Teilnehmer ist sicherlich Enrico Ruggeri, der im Duett mit
seiner Lebensgefährtin Andrea Miro antritt. Mit dabei auch einige Alt-Stars, die
zwar Ihre beste Zeit hinter sich haben, aber immer noch viele Anhänger haben,
wie Nino D'Angelo, Fausto Leali, Anna Oxa und Amedeo Minghi. Außerdem nehmen
auch wieder einige Ex-Sieger (aus Haupt- oder Nachwuchswettbewerb) teil.
In der Kategorie "Big" sind am Start:
Alexia "Non è l amore"
Luca Barbarossa "Fortuna"
Alex Britti "7000 caffè"
Sergio Cammariere "Tutto quello che un uomo"
Nino D'Angelo "A storia e nisciuno"
Cristiano De André "Un giorno nuovo"
Eiffel 65 "Quelli che non hanno età"
Fausto Leali "Eri tu"
Lisa "Oceano"
Amedeo Minghi "Sarà una canzone"
Andrea Miro e Enrico Ruggeri "Nessuno tocchi Caino"
Negrita "Tonight"
Anna Oxa "Cambierò"
Antonella Ruggiero "Di un amore"
Giuni Russo "Morirò d amore"
Silvia Salemi "Nel cuore delle donne"
Bobby Solo e Little Tony "Non si cresce mai"
Syria "L amore è"
Anna Tatangelo con Federico Stragà "Volare"
Iva Zanicchi "Se fossi un tango".
In der Kategorie "Giovani" sind am Start:
Alina "Un piccolo amore"
Allunati "Chiama di notte"
Dolcenera "Siamo tutti la' fuori"
Marco Fasano "E gia'!..."
Jacqueline M.Ferry "Vicina e lontana"
Gianni Fiorellini "Bastava un niente"
Roberto Giglio "Cento cose"
Patrizia Laquidara "Lividi e fiori"
Elsa Lila "Valeria"
Maria Pia and Superzoo "Tre fragole
Filippo Merola "Mi sento libero"
Daniela Pedali "Vorrei"
Daniele Stefani "Chiaraluna"
Verdiana "Chi sei non lo so"
Manuela Zanier "Amami
Zurawski "Lei che"
(14.01.03)
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Alex Baroni und Giorgio Gaber gestorben
Die italienische Musikszene trauert um zwei Musiker. Alex Baroni und Giorgio
Gaber sind gestorben. Der 35-Jährige Baroni fiel nach einem Verkehrsunfall am
19. März 2002 ins Koma und starb am 13. April. Alex Baroni war erst seit ein
etwa drei Jahren als Sänger bekannt und hatte bisher außer einigen Radio-Hits
keine Erfolge vorzuweisen. Im Oktober wurde posthum ein Best-Of-Album mit drei
neuen Titeln veröffentlicht. Am 1. Januar 2003 erlag Giorgio Gaber im Alter von
63 Jahren an einem langen Krebsleiden. Er galt als einer der großen Cantautori
(Liedermacher) Italiens. In den letzten brachte er weiter verschiedene Alben
raus, allerdings jenseits der Charts und Radiostationen.
(14.01.03)
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aus SPIEGEL ONLINE: Elisa und die italienische Musik
Die dunkle Seite des Mondes
Von Stefan Krulle
Italiens Popmusik hat mehr zu bieten als Sänger, die wie Aperitifs heißen.
Doch die in ihrer Heimat als Stars gefeierten Musiker haben es schwer,
nördlichere Gefilde zu erobern. Die Rocksängerin Elisa wagt bereits den zweiten
Anlauf.
Seien wir ruhig ehrlich: Es passiert nicht allzu oft, dass Musikjournalisten
sich überlegen, wie denn wohl dieser Künstlerin oder jenem Künstler ernsthaft zu
helfen sei. Und dabei womöglich noch der Vernunft zu entsagen, gilt regelrecht
als unfein, als Fauxpas gar und ist ergo peinlich. Weshalb eine unglaubliche
Szenerie von vor knapp fünf Jahren in einem Club auf der Hamburger Reeperbahn
bis heute überliefernswert geblieben ist. Knapp zwei Hundertschaften
renommierter, etablierter oder blasierter, in jedem Einzelfall aber irritierter
Experten standen vor der winzigen Bühne und hätten doch lieber gekniet. Einige
von ihnen sprachen plötzlich keine ganzen Sätze mehr, andere schwiegen lieber
gleich. Man glaubte soeben just einen Zipfel dessen gesehen zu haben, wovon die
Pressetexte der Plattenfirma sonst zu Unrecht schwafelten. Die Zukunft des Pop
hieß Elisa und kam, ausgerechnet, aus Italien.
Was hatte dieses freilich kulturschwangere Land denn nach der Oper der Welt musikalisch schon zu bieten gehabt? Richtig, die Pop-Operette und ein paar nervtötende Hier-ist-der-Strand-hier-kann-ich-sein-Liedchen. Cin-Cin. Und Paolo Conte, Ausnahmen bestätigen die Regel. Ansonsten aber hießen die Stars wie Aperitifs und blieben dementsprechend schwach auf der Brust. Einmal durch den stets brummkreiselheiteren Sänger-Wettstreit von San Remo geschleust und schon in der Heimat ein Star, bloß eben kaum irgendwo sonst. Das einzige, was italienische Stars in Deutschland bewegten, waren die Termine der Pizzabäcker. Wann und wo immer einer der Heroen sich über die Heerwege Hannibals gen Norden wagte, blieben die Teigfladenküchen für einen Abend kalt.
Das, so glaubten wir zumindest an jenem denkwürdigen Abend, könnte bald anders werden. Diese Elisa nämlich, deren Bassist aussah und sich bewegte wie Meat Loaf auf Speed, während an den Keyboards ein junger römischer Gott zu sitzen schien, diese Elisa also, gerade mal 20 Lenze jung, müsste eigentlich im Handstreich die Republik nehmen können. Solch energetischen Alternative Rock zwischen teeniehafter Weltschmerz-Pose und nicht löschbarer Wut im süßen Bauch hatte man schließlich schon viel zu lange vermisst. Dann aber hörten wir die Platte und fegten einen Teil der Illusionen vorsichtshalber wieder in den Müll.
Dabei war "Pipes & Flowers" durchaus ein schönes Stück Pop - wenn man Elisa nicht auf der Bühne gesehen hatte. Endlich einmal musste kein italophoner Mensch lamentieren wie bei den Platten Lucio Dallas, es sei halt die Kluft zwischen netter Melodie und bitterbösen Versen, die so reizvoll empfunden werden könne. Tibetische Poesie, so wissen wir, soll im Original auch ungeahnte Reize haben. Eine schöne Wirkung indes zeitigte Elisas Ausflug ins Feindesland dann doch: ein paar der Journalisten sagten in den nächsten Monaten keine Pressereise Richtung Appenin mehr ab - und wurden dafür reich belohnt.
Natürlich werden, zumal in Zeiten von Berlusconi-TV und Berlusconi-Presse, die italienischen Charts von formatiertem Müll verstopft - wer aber wollte hier den ersten Stein werfen, und das womöglich noch aus Deutschlands siecher Pop-Industrie hinaus? Andererseits aber sind die Zeiten, da Italiens Habenseite allein vom Piemonteser Kauz Conte und dem toskanischen Querkopf Branduardi auf männlicher sowie den unkaputtbaren Signorine Nannini und Milva auf femininer Seite besetzt war, endgültig vorbei. Dass wir hiervon, bei Radiosendern, die ein Wochenprogramm mit 200 Titeln bestreiten, nichts bemerken können, ist so schade wie wohl nicht zu ändern.
Und das ausgerechnet jetzt, wo Italiens Pop-Artisten ihre Flügel weiter breiten als je zuvor. Die einstigen Underground-Helden Litfiba haben trotz der Trennung von ihrem charismatischen Sänger Piero Pélu jüngst mit "Insidia" ein famoses Rock-Album für all jene heraus gebracht, die sich schon vor zwölf Jahren für Spaniens Heroes del Silencio begeistern mochten. Volksheld Adriano Celentano legte gerade mit "Per Sempre" ein vollreifes, beeindruckendes Alterswerk vor, Gianna Nannini bot kürzlich auf ihrer Europa-Tournee die selten so geglückte Transformation einstiger Wildheit in jetzige Grandezza. Und besagte Elisa probt, nachdem ihre nächsten beiden Alben in Deutschland gar nicht erst veröffentlicht worden waren, mit der Werkschau "Elisa" den zweiten Anlauf.
Ein Wagnis, wie die Sängerin sehr genau weiß. "Italiens Pop verlässt sich wie kein anderer auf die Vorlieben und Erfahrungen der heimischen Jugend. Ohne eine Übersetzung lässt sich das nur schwer, vielleicht auch gar nicht bei Euch hier vermitteln." Der Versuch muss dennoch gemacht werden, schon weil die Plattenfirmen zwei Dutzend Platinplatten in Italien, Spanien, Portugal und Lateinamerika, wie sie Elisa und auch ihre Kollegin Laura Pausini vorzuweisen haben, "irgendwie immer wie den Preis in einem Weltmusik-Wettkampf ansehen." Und so muss sich die fulminante Künstlerin erneut gegen den Strich bügeln und ihre Lieder von unsensiblen Produzenten weiß verkacheln lassen, um der Company das Gefühl zu schenken, alles für den Erfolg im Norden getan zu haben - bevor Elisa zum zweiten Mal in der Versenkung verschwindet, weil wieder mal niemand zugehört, nachgedacht und Mut bewiesen hat.
Elisa: "Elisa" (Epic/Sony Music), veröffentlicht am 4. November 2002
Litfiba: "Insidia" (Staccato Records), veröffentlich am 26. August 2002
Adriano Celentano: "Per sempre" (Epic/Sony Music), veröffentlicht am 18
November 2002
Laura Pausini: "Best Of" (Eastwest/Warner Bros.), veröffentlicht am 27.
Mai 2002
(14.01.2003)
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Teilnehmer Sanremo 2002
In Kürze ist es wieder soweit: Das legendäre italienische
Musikfestival in San Remo findet statt. Natürlich fehlen die ganz
großen Namen wieder in der Teilnehmerliste. Aber das ist auch verständlich.
Man stelle sich einmal vor, Westernhagen würde bei der Grand
Prix Vorausscheidung antreten. In Relation dazu können sich die Teilnehmer
durchaus sehen lassen. Allen voran Enrico Ruggeri. Mit Michele Zarrillo,
Mino Reitano, Patty Pravo, Gino Paoli, Nino D'Angelo oder Fausto Leali
sind sind auch wieder viele Altstars am Start. Interessant dürfte
auch das "Duell" zwischen Francesco Renga, der im letzten Jahr mit dem
Kritikerpreis ausgezeichnet wurde, und seiner ehemaligen Band Timoria sein.
Dies wäre übrigens vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen:
Eine alternative Rockband wie Timoria tritt in Sanremo auf. Mittlerweile
hat die musikalische Vielfalt aber auch hier Einzug gehalten, wenngleich
das seichte italienische Liedchen weiterhin dominiert. Als musikalische
Gäste außerhalb des Wettbewerbs haben sich aus Italien übrigens
Nek, Marcella Bella, Irene Grandi, Alice, Mango, Mietta und Nomadi angekündigt.
Über die internationalen "Superospite" ist noch nichts bekannt.
Hier die Teilnehmerliste im "Big"-Wettbewerb
(7.1.02)
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Neues auf dem Vorweihnachstmarkt
Der Herbst ist traditionell die Hauptjahreszeit für Neuveröffentlichungen
auf dem Musikmarkt. In Italien ist dezeit besonders viel los. Den Anfang
machten Enrico Ruggeri und Laura Pausini jeweils mit einem Best-Of-Album
inklusive neuer Single. Enrico Ruggeri hat sich dabei für eine Live-Variante
erschienen. Auch gerade erschienen sind die neuen Alben von Zucchero, 883
und Andrea Bocelli. Mit neuen Singles kommen jetzt Lucio Dalla, Mina, Luca
Carboni, Massimo Ranier, Pooh, Renato Zero, Gatto Panceri und Biagio Antonacci.
Die dazugehörigen Alben werden sicher noch im lukrativen Vorweihnachsgeschäft
veröffentlicht.
(27.10.01)
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Italien-Spezial bei CD-Kritik
Eine hervorragende Adresse für CD-Kritiken im Internet ist http://www.cd-kritik.
Seit ein paar Tagen gibt es dort nun einen Sonderteil zum Thema "Italien",
in dem neben vielen Plattenkritiken (unter anderem vom Schreiber dieser
Zeilen) auch interessante Informationen zu den betreffenden Musikern und
den Regionen zu finden sind.
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Elisa gewinnt San Remo-Festival
Die relativ unbekannte Sängerin Elisa hat das Sanremo-Festival
gewonnen. Sie verwies damit die als haushohe Favortin gehandelte Siegerin
von 1995, Giorgia, auf den zweiten Platz. Dritter wurde Matia Bazar. Wie
schon vor zwei Jahren also drei
Frauen auf den ersten Plätzen. Nachdem beide sowohl die Expertenjury
als auch die demoskopische Jury nach den ersten Tagen Giorgia auf den ersten
Platz gesetzt hatten, setzte sich nun überraschend Elisa durch. Eine
Gemeinsamkeit dieser Stücke liegt darin, dass beide Titel als Paradebeispiele
für das typische Sanremo-Lied der letzten Jahre durchgehen könnten.(Verwunderlich,
dass ausgerechnet die Kopie und nicht das Original gewann.) Nette, radiotaugliche
Musik, die man dann aber nach ein paar Wochen wieder vergessen hat. Neuer
Trends haben wir wieder mal nicht gesehen. Das wird auch nicht erwartet.
Aber einen richtig toller Song, der wie früher Zeichen setzen könnte
und der über Italiens Grenzen hinaus für sich und das Festival
wirbt, ist weit und breit nicht in Sicht.
Aber vielleicht stellt sich das Nachwuchswettbewerb wieder einmal als Sprungbrett heraus. Hieraus waren immerhin seit der Einführung 1984 Eros Ramazzotti, Marco Masini, Michele Zarrillo, Paolo Valessi, Laura Pausini und Andrea Bocelli hervorgegangen und in den letzten vier Jahren waren es Paola e Chiara und Alex Britti hervorgegangen, die danach eine erfolgreiche Karriere starteten. Diesmal machte dieser Wettbewerb seinem Namen alle Ehre. Und zwar siegte eine vierköpfige Band, die zusammen gerade einmal 57 Jahre auf dem Buckel hat. Mit dem netten Pop-Song "Stai con me - forever" landeten Gazosa diesen Überraschungserfolg.
Einige schräge Töne für die Quote (Quintorigo, die dann
auch gleich letzte wurden, aber mit dem Sonderpreis für das beste
Arrangement ausgezeichnet wurden) sind immer dabei. Und auch der sozialkritische
Song darf nicht fehlen: Principe e Socio M. in "Targato NA" einen schwulen
Polizisten.
Aber da werde ich langsam immer mehr wie die Italiener. Sie schimpfen
über das Festival, fragen sich, ob das Niveau jemals so schlecht war,
lesen in den Zeitungen Kolumnen mit dem Titel "Tschüß Festival,
auf nimmer Wiedersehen!" und sitzen dennoch die ganzen Tage über vor
dem Fernseher. Es hat auch mir wieder viel Spaß gemacht: Die neuen
Titel, der Wettbewerb, die Geschichten drum herum um Skandale, angebliche
Ungerechtigkeiten und die Outfits der Intepreten. In diesem Sinne - bis
zum nächsten Jahr.
Hier die kompletten Ergebnisse:
Hauptwettbewerb:
1. Elisa - Luce
2. Giorgia - Di sole e d'azzurro
3. Matia Bazar - Questa nostra storia d'amore
4. Michele Zarrillo - L'acrobata (Foto)
5. Paola Turci - Saluto l'invento
6. Jenny B. - Anchè tu
7. Alex Britti - Sono contento (Preis für beste Musik)
8. Gigi D'Alessio - Tu che ne sai
9. Fabio Concato - Ciao Ninin
10. Anna Oxa - L'eterno movimento
11. Peppino Di Capri - Pioverà
12. Gianni Bella - Il profuno del mare
13. Syria - Fantasticamente amore
14. Sottotono - Mezze verità
15. Quintorigo - Bentivoglio Angelina
16. Bluvertigo - L'assenzio
Nachwuchswettbewerb:
1. Gazosa - Stai come me forever (Foto)
2. Moses - Maggie
3. Francesco Bocci e Giada Caliendo - Turuturu
4. Principe e Socio M. - Targato NA
5. Carlotta - Prometta
6. Francesco Renga - Raccontami...
7. Paolo Meneguzzi - Edo io non ci sto più
8. Carlito - Emily (Sonderpreis für besten Text)
9. Xsense - Luna
10. Roberto Angelini - Il sig. Domani
11. Sara6 - Bocca
12. Velvet - Nascosto dietro un vetro
13. Stefan Ligi - Battiti
14. Riky Anelli - Ho vinto un viaggio
15. Pincapallina - Quando io
16. Isola Song - Grazie
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San Remo-Festival im Internet
Nur ganz wenige Haushalte in Deutschland empfangen Italienische Fernseh-
und Radiosender. Wer dennoch nicht auf Informationen und Ausschnitte verzichten
möchte, dem seien folgende Seiten zu empfehlen:
Offizielle Festivalseite
Sanremo Seite von Musica Italiana
Radiosender Radio Italia Solo Musica
Italiana
Fersehsender Rai
Radiosender
Raiuno
Darüber hinaus sind in den italienischen Tageszeiten vor, während
und nach dem Festival Ergebnisse, Hintergrundberichte usw. zu lesen. Hier
die wichtigsten:
La Stampa
Il Corriere
La nazione
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San Remo-Teilnehmer 2001
Die Teilnehmer des legendären alljährlichen Festivals des
italienisches Liedes stehen nun fest.
Wieder fehlen die ganz großen Stars. Aber aus der zweiten Reihe
sind mit Gigi D'Alessio, Anna Oxa. Paola Turci oder Michele Zarrillo einige
Interpreten vertreten. Vielversprechend sicherlich der in Italien - insbesondere
bei jungen Leuten - sehr beliebte Alex Britti (siehe Foto), der sich in
den letzten zwei Jahren immer wieder als einer der wenigen Künstler
in den Single- Verkaufscharts gegen die englischsprachige Konkurrenz durchsetzen
konnte. Ein junges Publikum ansprechen sollen ebenfalls Quintorigo und
Sottotono.
Auch die letztjährige Nachwuchssiegerin Jenny B. versucht sich
dieses Jahr im Wettbewerb der Großen. Nach diesem Sieg war sie bis
jetzt völlig in der Versenkung verschwunden. Interessanterweise tritt
sie diesmal auch gegen Giorgia an, deren Masche und Musik Jenny B. ja bei
ihrem Sieg so erfolgreich kopiert hatte.
Die Teilnehmer im einzelnen:
DER HAUPTWETTBEWERB (Sezione BIG):
Gianni Bella - Il profumo del mare
Bluvertigo - L'assenzio
Alex Britti - Sono contento
Fabio Concato - Ciao ninin
Gigi D'Alessio - Tu che ne sai
Peppino Di Capri - Pioverà- habibi ane
Elisa - Luce
Giorgia - Di sole d'azzurro
Jenny B - Anche tu
Matia Bazar - Questa nostra grande storia d'amore
Anna Oxa - L'eterno movimento
Quintorigo - Bentivoglio Angelina
Sottotono - Mezze verità
Syria - Fantasticamente amore
Paola Turci - Saluto l'inverno
Michele Zarrillo - L'acrobata
DER NACHWUCHSWETTBEWERB (Sezione GIOVANI):
Ricky Anelli - Ho vinto un viaggio
Roberto Angelini - Il signor domani
Carlito - Emily
Carlotta (Foto) - Promessa
Francesco e Giada - Turututu
Gazosa - Stai con me-forever
Isola Song - Grazie
Stefano Ligi - Battiti
Paolo Meneguzzi - Ed io non ci sto più
Moses - Maggie
Pincapallina - Quando io...
Principe e Socio M. - Targato NA
Francesco Renga - Raccontami...
Sara 6 - Bocca
X Sense - Luna
Velvet - Nascosto dietro a un vetro
Wie jedes Jahr überträgt RAI Uno jeden Festival-Tag live.
Der Sender ist außerhalb Italiens über Satellit (Eutelsat oder
Premiere-World-Paket) zu empfangen. Die neuesten Informationen können
natürlich auch via Internet eingeholt werden. Einen Überblick
über interessante Sanremo-Seiten gibt es rechtzeitig an dieser Stelle.
Auch Celentano mit neuem Album
Der Herbst ist die Jahreszeit, in der es erfahrungsgemäß
die meisten Neuerscheinungen auf dem Musikmarkt zu vermelden gibt. Nach
Eros Ramazzotti hat sich nun auch ein zweiter international bekannter Italo-Star
zurück gemeldet: Adriano Celentano. Sein neues Album "Esco di rado
e parlo ancora meno" erscheint am 10.11. in Italien und wird kurze Zeit
später auch in Deutschland erhältlich sein. Die erste Single
daraus "Per averti" erscheint am selben Tag und wird dann wohl in den italienischen
Radiostationen rauf und runter laufen. Erfolg versprechend sind nicht nur
die bereits 680.000 Vorbestellungen der italienischen Plattenhändler,
sondern auch die Namen der Autoren: Mogol (arbeitete viel mit Lucio Battisti
zusammen) und Gianni Bella.
(2.11.00)
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Ab sofort neues Eros-Album
Es ist
soweit. Das neue Album des italienischen Musik-Exports Nr. 1 ist erschienen.
"Stilelibero" ("Freistil") bietet typischen Eros-Sound und sogar noch mehr
(siehe CD-Tipps). 12 neue Titel, darunter ein Duett
mit Cher finden sich auf dem sehr hörenswerten Album. Um mir in 1
1/2 Wochen die Arbeit des Verfassens einer neuen Meldung zu ersparen, prognostiziere
ich schon einmal den Einstieg in die deutschen Album-Charts von 0 auf 2
(Platz ist wohl nicht drin, da U2 in der selben Woche ihr neues Werk herausbringen.
Als - heute gar nicht mehr so ungewöhnlichen - Zusatz ist auf der
CD übrigens ein "Traccia interacctiva" zum Abspielen auf dem PC enthalten.
(30.10.00)
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Paola & Chiara in Deutschland erfolgreich
Mit Paola & Chiara hat es wieder einmal eine neue italienische
Musikgruppe in die deutschen Hitparaden geschafft. Das junge Frauenduo
ist in Italien bereits seit einigen Jahren sehr beliebt. Mit "Vamos a bailar"
gelang nur der europaweite Durchbruch. Ein Grund dafür ist sicherlich,
dass der fröhliche Disco-Song mit spanischer Titelzeile außerhalb
Italiens in englischer Sprache und nicht wie im Original in Italienisch
gesungen wird. Ebenso ist von "Television", dem aktuellen Album der beiden,
sowohl eine italienische als auch eine englische Version erhältich.
In Italien wurde daraus als zweite Single bereits "Amore mi dai" ausgekoppelt.
(8.10.00)
Neues von Bocelli und Pausini
Der Sommer geht zuende, die Zahl der Musikveröffentlichungen steigt
wieder. Diese Gleichung geht auch dieses Jahr wieder auf. Neues gibt es
jetzt von zwei auch in Deutschland sehr beliebten Italienern: Andrea Bocelli
und Laura Pausini.
Andrea Bocellis Album "Verdi" ist bereits erschienen und ist - aufgrund
des Namens nicht überraschend - eine Hommage an Guiseppe Verdi, dessen
Todestag sich 2001 zum 100sten Mal jährt. Bocelli singt auf dem Album
berühmte Lieder aus den den Opernwerken "Traviata", "Rigoletto" und
"Trovatore".
Laura Pausinis Single "Tra me e il mare" ist bereits der Airplay-Hit
in Italiens Radiostationen. Geschrieben wurde dieser Titel von Biagio Antonacci,
der zurzeit anscheinend lieber für andere schreibt. War er doch zuletzt
erst als Songwriter von Syria tätig. Das dazugehörige Album ist
ab dem 15. September erhältlich. Wie immer bringt Laura parallel eine
spanische Version heraus, die diesmal auch in den USA (unter Latin Pop)
veröffentlicht wird.
(4.9.00)
883 starten in Deutschland
In Italien sind sie bereits seit Jahren extrem erfolgreich, jetzt wollen
sie auch in Deutschland durchstarten: die
to)Popgruppe
883 (sprich: otto otto tre; benannt nach einer Harley 883).
Fröhlicher, computerlastiger Pop, der hierzulande ein wenig an
die neue deutsche Welle erinnert, das ist das Markenzeichen der Band um
den eindeutigen Boss Max Pezzali (siehe Foto). Die erste in Deutschland
veröffentlichte Single ist das in Italien bereits im Spätsommer
1999 in den Hitparaden vertretene "Viaggio al centro del mondo". Die internationale
Tournee führt sie in den nächsten Tagen auch in einige deutsche
Städte. Unter
Termine sind die Tourdaten
aufgelistet.
(4.7.00)
Nek is back
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Spätestens seit "Laura non c'è" ist Nek auch hier in Deutschland
ein Begriff. Nun erscheint sein neues Album "La vita è (Das Leben
ist)". Die vorab veröffentlichte Single "Ci sei tu" zeigt schon, was
auf dem neuen Album zu erwarten ist: typischer Nek-Sound. Dafür spricht
auch, dass statt von einem geplanten internationalen Produktionsteam im
Endeffekt doch wieder nur Nek und Massimo Varini übrig blieben. Was
sich aber auf jeden Fall verändert hat, sind die Themensetzungen,
wie der italienische Sänger beteuert: "Ich singe jetzt nicht mehr
nur über die Liebe. Ich bin jetzt 28 Jahre als und habe mich weiter
entwickelt. Mit dieser Platte zeige ich, dass Nek mehr kann."
Im Oktober wird Nek dann auch auf Tournee gehen. Hier verlässt
er sich ganz auf sein eingespieltes Team der letzten Tour. Genaue Termine
werden hier selbstverständlich rechtzeitig bekannt gegeben.
(12.6.00)
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Andrea Bocelli singt EM-Song
Die BBC hat einen Andrea-Bocelli-Titel als Erkennungsmelodie für
ihre Sendungen zu Fußball-Europameisterschaft in Holland und Belgien
ausgewählt. Der Titel "Canto della terra" von dem Album "Sogno" wird
während der EM immer zu hören sein, wenn der TV-Sender von den
Spielen und dem Rangeschehen berichtet. Bocelli wird so bei den populärsten
internationalen Großveranstaltungen des Sports dabei sein. Denn auch
zur Olympiade in Sydney in diesem Sommer trägt der blinde Tenor einen
Titel bei.
Nicht zum ersten Mal wählten die Briten übrigens ein italienisches
Musikstück als Erkennungsmelodie für ein Fußball-Turnier
aus. Bereits 1990 bei der WM in Italien sang Luciano Pavarotti im BBC "Nessun
dorma".
(18.5.00)
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San Remo-Festival 2000
Hauptwettbewerb
Avion Travel (Foto
links) haben völlig überraschend das 50. Festival des italienischen
Liedes in San Remo gewonnen. Dieses Ergebnis wird bereits als Revolution
des Sanremo-Festivals gefeiert. Denn mit dem Piccola Orchestra Avion Travel,
so der vollständige Name, hat der Favorit der Musikkritiker gewonnen,
der musikalisch so gar nicht in das Raster des "typischen" italienischen
Liedes passt. Die offiziellen Kritikerpreise für die beste Musik und
das beste Arrangement konnten sie zudem als zusätzliche Auszeichnungen
mit nach Hause nehmen.
In der Gunst des Fernsehpublikums landete die Gruppe nach dem ersten
Tag nur auf Platz 11. Diese Rangliste hatte allerdings keinen direkten
Einfluss auf die endgültige Wertung, die letzlich von der zehn Musikexperten
und einer repräsentativen Bevölkerungsgruppe festgelegt wurde.
Das Telefonvotum, nach dem zunächst Geradina Trovato vorne lag, hat
allerdings für angeregte Diskussionen gesorgt. Während in früheren
Jahren nur die ersten drei Plätze genannt wurden, erschien diesmal
in den Zeitungen eine komplette Liste bis hinuter zu Platz 16. Vor allem
die auf den unteren Plätzen rangierenden Künstler sowie deren
Plattenfirmen kritisierten diese Veröffentlichung. Einfluss auf Verkaufszahlen
und der Imageschaden seien für bekannte Musiker nicht gerade ein Anreiz
in San Remo aufzutreten, da sie sich dort möglicherweise blamieren
könnten.
Auf Platz zwei landete im Endefffekt Irene Grandi mit dem von Vasco
Rossi produzierten "La tua ragazza sempre". Dritter wurde der große
Favorit, Alt-Star Gianni Morandi. Er hat extra Eros Ramazzotti als Produzent
engagiert, gereicht hat es dennoch nicht ganz für ihn. Auf den letzten
beiden Plätzen landeten erneut zwei sehr populäre Musiker: der
Ex-Superstar Umberto Tozzi und der stets melancholische Marco Masini. Bleibt
zu hoffen, dass ihnen das Schicksal von Massimo Di Cataldo und Gianluca
Grignani erspart bleibt, bei denen die Verkaufszahlen nach dem schlechten
Abschneiden in San Remo deutlich hinter den Erwartungen zurück blieben.
Nachwuchswettbewerb
Den Nachwuchswettbewerb konnte Jenny B. (Foto rechts) mit "Semplice
sai" für sich entscheiden. Sie überzeugte durch eine emozionale
Darbietung und eine klare, ausdrucksstarke Stimme. Die Medien sprachen
in diesem Zusammenhang vom "Giorgia-Effekt". Giorgia gewann auf diese Art
und Weise 1995 das Festival. Jenny B arbeitete übrigens schon mit
Adriano Celentano, Ligabue und Zucchero zusammen und war die Stimme bei
dem internationalen Erfolg "The Rhythm Of The Night" von Corona. Auf Platz
zwei landeten Tiromacino und Riccardo Sinigallia mit dem Titel "Strade,
ein Song der Musikrichtung Trip-Hop. Die mit 20 Jahren jüngste Interpretin
Luna erreichte den dritten Platz. Sie wurde sicherlich auch dafür
belohnt, dass sie in ihrem Titel "Cronaca" ein so heikles Thema wie Kindesmissbrauch
aufgegriffen hat. Luna erhielt dafür den Kritikerpreis für den
besten Text.
Kuriosum am Rande: Mit Padre Alfonso Maria Parente nahm ein waschechter,
rockender Pfarrer am Wettbewerb teil.
Drumherum
Auch 2000 waren wieder hochkarätige Gäste im Theater Ariston
zugegen. Aus Italien waren Antonello Venditti und Lucio Dalla dabei. Luciano
Pavarotti gab sich gar als Moderator neben Fabio Fazio die Ehre. Internationale
Gäste waren beispielsweise Oasis, Aqua, Sting und die Eurythmics.
Für das größte Aufsehen sorgten allerdings am ersten Abend
Jovanotti und später auch Bono, Leadsänger der Gruppe U2, die
das Festival als politisches Forum nutzen. Sie richteten in ihren Liedern
einen Appell an die Politik und an den italienischen Präsidenten D'Alema
im speziellen, im Zuge der Feierlichkeiten zum Heiligen Jubeljahr, das
in Rom 2000 gefeiert wird, den armen Ländern die Staatsschulden zu
erlassen. D'Alema traf sich darauf mit Bono und Jovanotti zu einem von
beiden Seiten sehr positiv bewerteten Gespräch. Auf jeden Fall sorgte
dieses Thema in den Tagen von San Remo für viel Fuorore. Den emotionalen
Höhepunkt setzten Bono und sein Bandkollege The Edge, als sie am letzten
Tag während ihres Auftritts eine Rede in italienischer Sprache zu
diesem Thema hielten.
Fazit
In diesem Jahr war längst nicht alles wie immer. Normalerweise
läuft es so ab: Ganz Italien sitzt vor dem Fernseher (auch diesmal
wieder über 17 Millionen) und ist wie elektrisiert. Dennoch wird über
die schlechte Qualität der einzelnen Beiträge gejammert. Nicht
zuletzt durch den Sieg von Avion Travel und aufgrund eines deutlich anspruchsvoller
besetzten Teilnehmerfelds bei den Nachwuchsintepreten waren die Kritiken
der italienischen Presse in diesem Jahr jedoch nicht so niederschmetternd
wie in den Jahren zuvor. Man setzt wieder Hoffnungen in die italienische
Musik.
Mehr zu den einzelnen Titeln in der Italienischen
Sehnsucht, die im März produziert wird. Im Archiv
gibt es jetzt eine Liste aller Titel, die jemals in San Remo angetreten
sind.
Die Resultate im einzelnen
Hauptwettbewerb
1. Avion Travel - Sentimento
2. Irene Grandi - La tua ragazza sempre
3. Gianni Morandi - Innamorato
4. Max Gazzè - Il timido ubriaco (Foto rechts)
5. Samuele Bersani - Replay
6. Geradina Trovato - Gecchi e vampiri
7. Carmen Consoli - Il bianco e il nero
8. Matia Bazar - Brivido caldo
9. Alice - Il giorno dell'indipendenza
10. Gigi D'Alessio - Non dirgli mai
11. Subsonica - Tutti i miei sbagli
12. Spagna - Con il tuo nome
13. Mietta - Fare l'amore
14. Mariella Nava & Amedeo Minghi - Futuro come te
15. Marco Masini - Raccontami di te
16. Umberto Tozzi - Un'altra vita
Nachwuchswettbewerb
1. Jenny B. - Semplice sai
2. Tiro Mancino e Riccardo Sanigallia - Strade
3. Luna - Cronaca (Foto rechts)
4. Andrea Mirò - La canzone del perdono
5. Davide De Marinis - Chiedi quello che vuoi
6. Padre Alfonso Maria Parente - Che giorno sarà
7. Lythium - Noel
8. Enrico Sognato - E io ci penso ancora
9. Marjoric Biondo - Le margherite
10. Erredieffe - Ognuno per sé
11. Claudio Fiori - Fai la tua vita
12. B.A.U. - Ogni ora
13. Fabrizio Moro - Un giorno senza fine
14. Joe Barbieri - Non ci piove
15. Alessio Bonomo - La Croce
16. Laura Falcinelli - Uomo davvero
17. Moltheni - Nutriente
18. Andrea Mazzacavallo - Nord-est
(27.2.00)
Konzertkritik Luca Carboni
Es kommt nicht so häufig vor, dass ein italienischer Superstar
in einem kleinen Klub in Deutschland auftritt. Da kann zwei Stunden lang
Mainz durchaus zu Magonza werden. Luca Carboni im Kulturzentrum - und es
tummelt sich die nunmehr dritte und vierte Generation italienischer Einwanderer
in der Halle. Carbonis drollige Bemühungen, die Fans auch auf deutsch
zu begrüßen, sind fast nicht nötig. Der Bologneser setzt
auf minimalistische Instrumentierungen und empfindsame Texte. Er tritt
mit einer fünfköpfigen Band auf, spielt selbst Gitarre, und verlockt
mit seinem gut abgemischten Sound zum Hinhören, treiben lassen. Viele
Songs von Luca Carboni fließen angenehm, vor allem Mare, mare, sein
Song über einen nächtlichen Motorradausflug von Bologna ans Meer,
bei dem vor allem der Weg das Ziel ist. Luca Carboni betont, dass seine
Texte immer aus der Musik entstehen - romantische, ironische, intime Texte.
"Diese Lieder sind Liebeslieder", sagt er, um einen Zyklus seiner ruhigeren
Songs einzuleiten, Songs, die keineswegs schmalzig daherkommen, selbst
wenn er, ganz der glücklicheVater, seiner Freundin nach der Geburt
des Sohnes Samuele das neue Lied La mia ragazza gewidmet hat. "Mein Mädchen
ist jetzt Mutter" sagt er stolz; solche "Ich-bin-jetzt-Vater"-Episoden
können auch ganz gehörig schiefgehen, tut es aber hier nicht.
Und Carboni kann auch anders: Von rockigen, poppigen oder lateinamerikanischen
Einflüssen stimuliert, animiert er mit Songs wie Ci vuole un fisico
bestiale oder Macedonia polare seine Zuhörer zum Tanzen und Mitsingen.
Und ist mit Inno nazionale, seiner "Nationalhymne", die sich an Fußballfans
und gegen Rassismus wendet, gerade jetzt nach den Vorkommnisssen in italienischen
Stadien aktuell. So wie Carboni über sein Hobby Malen erzählt,
dass seine Ideen zu Zeichnungen oft über ein Bild entstehen, das sich
im Kopf festsetzt, so ist leicht vorstellbar, wie er komponiert, um anschließend
die Melodien mit Worten zu füllen. Philosophisch, poetisch, ironisch
oder beobachtend. Luca Carboni hat in Italien eine Nische gefunden, er
lässt sich nicht festlegen, ist kein reiner Rocksänger wie Vasco
Rossi oder Schnulzenkönig wie Eros Ramazzotti. Acht Alben hat der
37- Jährige im Verlauf der vergangenen 15 Jahre veröffentlicht
- das mag wenig sein, ist aber typisch Carboni. Denn so wie er redet -
langsam, wohlüberlegt, zurückhaltend - so lässt er sich
bewusst Zeit zur Entfaltung und Reifung seiner Ideen. Der Spaß an
der Klubtournee ist Carboni und seiner Band anzumerken. In Italien sind
sie gewohnt, große Hallen und Stadien zu füllen, hier geht es
zurück zur Basis. Carboni wirkt nicht einmal genervt, als ihn Fans
nach dem Konzert in einem Restaurant beim Essen stören. Er lässt
seine Pizza kurz links liegen und stellt sich dem Erinnerungsfoto.
(Frankfurt Rundschau 28.2.00)
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Bald neues Branduardi-Album
Etwa ein Jahr nach seiner Best-Of-Kollektion und knapp zwei Jahre nach
seinem letzten Studioalbum "Il dito e la luna" wird Angelo Branduardi sich
demnächst mit einem neuen Werk zurückmelden. 'L'infinitamente
piccolo' ist dem heiligen San Francesco gewidmet.
Trotz der Mitarbeit von Franco Battiato und Ennio Morricone wird man
auf den typischen Branduardi-Sound nicht verzichten müssen. Auf dem
neuen Album mischen sich mittelalterliche, gregorianische, ethnische und
sogar Techno-Dance Rhythmen.
(25.1.00)
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Platinum Europe Awards 1999
Ligabue, Andrea Bocelli, Adriano Celentano und Mina sind die italienischen
Künstler, die 1999 einen Platinum Europe Award für der internationalen
Plattenindustrie für eine Millionen verkaufte CDs in Europa erhalten.
Andrea Bocelli ("Sogno" und "Sacred arias") und Adriano Celentano (gemeinsam
mit Mina "Mina Celentano" und "Io non so parlar d'amore") wurden sogar
für zwei Alben ausgezeichnet. Ligabue schafften die Millionengrenze
mit ihrem 96er Album "Buon compleanno Elvis'.
(25.1.00)
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Bocelli in Großbritannien und den USA
Erstmals in seiner Karriere hat Andrea Bocelli einen Hit in den britischen
Charts gelandet. Der Titel "Canto della terra" schaftte jetzt den Einstieg.
Weniger erfolgt hatte der Tenor in New York. Eine Silvester-Gala zusammen
mit Sting und Aretha Franklin musste abgesagt werden. Es waren nicht genügend
Leute bereit 1.000 bis 2.500 Dollar für diesen Feier zu bezahlen.
(5.12.99)
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Biagio Antonacci multimedial
Mit seinem 1998 erschienen Album "Mi fai stare bene" landete Biagio
Antonacci einen Riesenerfolg. Das Album verkaufte sich über 700.000
mal, die Tour lockte 600.000 Fans in Stadien und Hallen. Jetzt gibt es
eine limitierte Multimedia-Version dieses Albums. Legt man die CD in den
CD-Spieler, ist es eine normale CD. Im PC erwartet den Käufer dagegen
eine multimediale Show mit Filmen, Videoclips, Liedtexten, Biografie etc.
Die CD ist seit dem 26. November in Italien erhältlich.
(5.12.99)
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Branduardi erhält Friedenspreis
Angelo Branduardi hat während eines Konzerts in Assisi den den
Preis "Artista della pace 1999" (Künstler des Friedens 1999) verliehen
bekommen. Diese Würdigung verdiente sich Branduardi durch sein Eintreten
für Frieden und Solidarität. Verliehen bekam er den Preis von
Sergio Onofri, dem Präsidenten der Vereinigung "United artists for
peace".
(18.9.99)
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"Message in a Bottle" mit Laura Pausini
Die Italienerin Laura Pausini steuert einen Titel zum Soundtrack des
Films "Message in a Bottle" mit Kevin Costner bei. Es ist eine typische
Pausini-Ballade, die im Abspann zu hören sein wird. Das ungewöhnliche
daran ist nur, dass "One More Time" in Englisch gesungen ist.
(1.9.1999)
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Bryan Adams und Michael Jackson als Notendiebe
Die italienische Sänger Al Bano hat einen Prozeß gegen Michael
Jackson gewonnen. Das Gericht sah es als erwiesen an, daß sich der
"King of Pop" seinen Titel "Will You Be There" aus Al Banos "I cigni di
Balaka" zusammengeklaut hat. Michael Jackson muß nun 4 Milliarden
Lire Schmerzensgeld zahlen. Der Richter begründete das Urteil folgendermaßen:
"Es handelt sich eindeutig um ein Plagiat. Die Ähnlichkeit ist nicht
zufällig. Nicht nur Melodie und Harmonie sind identisch, sondern auch
große Teile des Textes."
Ähnliche Probleme dürften demnächst auf Bryan Adams
zukommen. Ein anderer Italiener, der relativ unbekannte Liedermacher Mauro
Pepe, erkennt in "When You're Gone" das von ihm geschriebene und
bei der Vorausscheidung zum Sanremo-Festvial 1984 von der Gruppe Crilife
vorgetragene "Cavallo d' acciaio". Er entdeckte bei dem Titel des kanadischen
Rockstars "die gleichen Harmonien, die gleichen Noten, das gleiche Tempo
und eine identische Grundmelodie."
(18.5.99)
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Vasco Rossi großer Gewinner bei PIM
Großer Gewinner bei der vierten Ausgabe der italienische Musikpreisverleihung
PIM (Premio Italiano della Musica) ist Vasco Rossi. Gut 60000 Fernsehzuschauer
beteiligten sich an dieser Wahl, bei der der Italo-Rocker gleich drei der
begehrten Preise mit nach Hause nehmen durfte.
Hier die kompletten Ergebnisse:
Bestes italienisches Album: Vasco Rossi
- Canzone per me
Bestes italienisches Lied:
Ligabue - Ho perso le parole
Italienische Neuentdeckung: Alex Britti
Beste italienische Tour:
Vasco Rossi
Bestes italienisches Video: Aritcolo
31 - La fidanzata
Preis der Musikkritiker:
Vasco Rossi
Bestes internationales Album: U2 - The Best Of 1980-1990
(5.4.99)
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Neues Album von Andrea Bocelli
"Sogno" ("Traum") heißt das soeben auch in Deutschland erschienene
Pop-Album von Andrea Bocelli (siehe auch CD-Tips).
Seit seinem Erfolgsduett "Time To Say Goodbye" mit Sarah Brightman ist
der toskanische Tenor auch außerhalb Italiens ein Superstar. Dies
durfte er zuletzt bei der Oscar-Preisverleihung unter Beweis stellen, als
er zusammen mit Celine Dion den Titel "The Prayer" präsentierte. Bocelli
war damit nominiert als bester Original-Film-Song, konnte sich letztlich
aber nicht gegen "When You Believe" aus dem Film "Der Prinz von Ägypten"
durchsetzen.
Auch auf dem neuen Bocelli-Album sind wieder einige interessante Duette
zu finden. Dieses Mal singt er neben eben genannter Celine Dion noch mit
Eros Ramazzotti und Dulce Pontes zusammen.
(1.4.99)
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Anna Oxa gewinnt Sanremo-Festival 1999
Wie schon im letzten Jahr wurde auch das 1999er Festival des italienischen
Liedes in Sanremo ein Triumph für die Frauen. Siegerin wurde Anna
Oxa mit "Senza pietà. Antonella Ruggiero - die einzige Interpretin,
die auch 1998 dabei war - wurde erneut Zweite. Mariella Nava landete auf
Rang drei. Den Wettbewerb der Nachwuchsinterpreten gewann der nach seinem
Hit im letzten Sommer schon recht bekannte Alex Britti.
Hier das offizielle Endergebnis:.
1. Anna Oxa - Senza pieta
2. Antonella Ruggiero - Non ti dimentico
3. Mariella Nava - Così è la vita
4. Enzo Gragnaniello & Ornella Vanoni - Alberi
5. Stadio - Lo zaino
6. Al Bano - Il visto della quiete
7. Marina Rei - Un inverno da baciare
8. Nino D'Angelo - Senza giacca e cravatta
9. Daniele Silvestri - Aria (Sieger der Musikkritiker)
10. Nada - Guardami negli occhi
11. Eugenio Finardi - Amami Lara
12. Gatto Panceri - Dove dov'è
13. Gianluca Grignani - Il giorno perfetto
14. Massimo Di Cataldo - Come sei bella
Nachwuchswettbewerb:
1. Alex Britti - Oggi sono io
2. Filippa Giordano - Un giorno in più
3. Leda Battisti - Un fiume in piena
4. Arianna - C'è che ti amo
5. Daniele Groff - Adesso
6. Elena Cateneo - Nessuno può fermare questo tempo
7. Francesca Chiara - Ti amo che strano
8. Max Gazzè - Una musica può fare
9. Allegra - Puoi fidarti di me
10. Soerba - Noi non ci capiamo
11. Quintorigo - Rospo (Sieger der Musikkritiker)
12. Boris - Little darling
13. Dr. Livingstone - Al centro del mondo
14. Irene La Medica - Quando lei non c`è
Auszeichnung für das beste Arrangement:
Quintorigo
Auszeichnung für den besten Text:
Daniele Silvestri
Auszeichnung für beste Musik:
Antonella Ruggiero & Mariella Nava
Mehr Informationen gibt es z.B. bei Radio
Italia und auf den Sanremo-Extraseiten
von Musica Italiana.
(28.2.99)
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Best Of und Tour von Angelo Branduardi
Angelo Branduardi hat ein Doppel-Album mit 33 seiner schönsten
Songs veröffentlicht. Die CD trägt den Titel "Studio Collection"
und ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich. Seiner aktuelle
Europa-Tournee lief in Deutschland mit großen Erfolg. In dem Artikel
"Hal Wolf, halb Lamm" beschreibt Ingeborg Scober für die "Süddeutsche
Zeitung" vom 11.2. das Konzert in München folgendermaßen:
Im Kerzenlicht saß Angelo Branduardi entspannt über seine
Gitarre gebeugt, als würde er im häuslichen Weinkeller eine Mußestunde
verbringen. Kaum waren die letzten sanften Töne verklungen, wies er
in radebrechendem Deutsch das aufmerksame Publikum in der Philharmonie
darauf hin, daß er nicht den ganzen Abend über "metaphorisch
nackt" allein bestreiten würde, es nach dem "ruhigen, schönen
Schlaf" durchaus auch noch laut, brutal, gewaltig werden könnte. "Wir
sind alle halb Wolf, halb Lamm." Beim anschließenden Exkurs über
das Dasein als Troubardour und Minnesänger, über das Testosteron
der frühen Jahre und die mittlerweile grauen Wuschellocken erwies
er sich als hinreißend komischer und hintergründiger Standup
Comedian.
Der Italiener machte seinem Ruf alle Ehre, ein begnadeter Geschichtenerzähler
zu sein, ein Rattenfänger mit Gitarre, Geige und Samtstimme, ein verläßlicher
Garant für konzertant Verspieltes. Er löste sein musikalisches
Versprechen ein, steigerte mit seiner fünfköpfigen, internationalen
Band langsam das Tempo und die Lautstärke, mal hochdramatisch, dann
wieder romantisch oder einschmeichelnd zärtlich, ohne dabei jemals
in Kitschige abzurutschen. Was für die gesamte einfache, aber effektvolle
Präsentation galt: das wunderschön verhaltene Licht- und Schattenspiel,
die unaufdringliche Fröhlichkeit und Konzentration der Musiker, den
ausgewogenen, transparenten Sound, in dem kein Ton verlorenging.
Auch wenn's bisweilen wehmutsvoll wie in einem Spaghetti-Western klang,
zählt Branduardi nicht zum Italo-Pop, hat vielmehr einen eigenständigen
Stil aus Zutaten der griechischen, spanischen, französischen, ja keltischen
Kultur auf "Il dito e la luna" herauskristallisiert. Trotz einem temperamentvollen
Flamenco-Wettstreit mit einem virtuosen Gitarristen auf "I santi" sind
seine Spezialität stimmungsvolle Kompositionen aus dem Mittelalter,
der frühen Renaissance und dem Barock. Dazu bewegte er sich nicht
nur bei "Il giocatore di biliardo" wie eine Marionette und ließ als
Pierrot im Mao-Anzug bei "L'uso dell'amore" ein bißchen Commedia
dell'arte-Stimmung aufkommen. Wobei er auch hier, mit seiner Beschreibung
der "Spezialistin für alte Musik aus dem akademischen Selbstmord-Zirkel"
für Heiterkeit sorgte.
(11.2.99)
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Fabrizio De Andrè gestorben
Der italienische Musiker Fabrizio De Andrè ist tot. In einer
Mailänder Spezialklinik erlag er im Alter von 58 Jahren einem Krebsleiden.
De Andrè wurde in den sechziger Jahren durch seine anarchistische
Grundeinstellung als "Poet der rauhen Gegenwart" (Süddeutsche Zeitung)
zu einer Kultfigur der aufsässigen Jugend. Inspiriert durch französische
Chansonsänger wie Georges Brassens und Francois Villon wurde er zu
einem der beliebtesten Liedermacher in Italien. Er übersetze aber
auch Lieder von Bob Dylan und Leonard Cohen. Die Musik war seine Leidenschaft",
schrieben Kritiker über den in Genua geborenen
Sänger. Er habe den italienischen Schlager aus den "Untiefen des
Reims auf Amore (Liebe)" geholt und aus dem "Engpaß Strophe-Refrain-Strophe".
Seine Ballade "Bocca di rosa (Mund aus Rosen") von der Frau, die alle Männer
eines Dorfes beglückt und daraufhin ausgewiesen wird beispielsweise,
gilt auch heute noch als fröhliches Spottlied auf die katholische
Doppelmoral.
In den letzten Jahren lebte Fabrizio De Andrè zurückgezogen
auf Sardinien und befaßte sich vornehmlich mit ethnischer Musik der
Indianer. Noch im letzten Jahr gab er in Italien Livekonzerte, in denen
er vor allem durch seine unqualifizierten politischen Aussagen auffiel
("Ohne die Ndrangheta (kalabrische Mafia) wäre die Zahl der Arbeitslose
in Kalabrien noch viel höher, mindestens zehn Prozent höher als
jetzt. Die Ndrangheta hilft bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.").
Doch diese Tournee mußte bereits im August aufgrund seiner Krankheit
vorzeit abgebrochen werden.
(12.1.99)
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Die beliebtesten Musiker
Eros Ramazzotti ist der italienische Lieblingsmusiker der Europäer.
Das ergab eine Umfrage einem großen europäischen Nachwuchswettbewerb
unter 15-35-jährigen Zuschauern aus elf europäischen Metropolen.
Hinter Eros, der für die niederländischen Befragten gar der beste
Musiker überhaupt ist, folgt an zweiter Stelle Zucchero. Der dritte
Platz geht an Nek, vierte wurde Laura Pausini, die vor allem von den ganz
jungen Leuten gewählt wurde, und Andrea Bocelli kam auf den fünften
Platz. Von den älteren Befragten wurden zudem häufig Angelo Branduardi
und Gianna Nannini genannt. Was wurde sonst noch herausgefunden: Belgier
und Spanier stehen vor allem auf Litfiba, Franzosen auf Jovanotti. Als
Gruppen, die in Zukunft für Furore sorgen könnten, erhielten
Ustamamò, Almamegretta und 24 Grana die meisten Nennungen.
(8.1.99)
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19er CD-Box von Lucio Battisti
Einige Wochen nach dem Tod Lucio Battistis ist das Gesamtwerk des italienischen
Liedermachers in einer "magischen Schachtel" mit 19 CDs veröffentlicht
worden. Neben den regulären Alben sind auch einige Raritäten
dabei. So ist in dem Paket das bisher vergriffene erste Album mit Liedern,
die schon andere Künstler erfolgreich interpretierten ("29 settembre",
"Nell cuore, nell'anima", "Uno di più"), ebenso enthalten wie das
englischsprachige Album "Images". Außerdem dabei: Zwei CD-Singles,
die bisher nie auf einem Album erschienen sind. Insgesamt wurden von diesem
Gesamtwerk 5000 CD-Versionen und 1000 Vinyl-Versionen hergestellt. Das
CD-Paket enthält dabei nicht die üblichen CD-Plastik-Boxen, sondern
die mit der Vinyl-Ausgabe identischen Foto- und Textbeilagen. Zusätzlich
zu beiden Pressungen gibt es jeweils ein Buch mit allen biographischen
und discographischen Informormationen. Der Preis liegt bei umgerechnet
ca. 500 DM.
(11.12.98)
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BlueSugar von Zucchero
Das Album "BlueSugar" von Zucchero ist seit dem 16.11. nun auch in
Deutschland in der italienischen Version erhältlich. Wie immer bringt
der Italo-Barde auch sein neustes Werk sowohl in italienischer als auch
in englischer Sprache auf den Markt. Die meisten CD-Händler hierzulande
allerdings haben - wenn überhaupt - nur eine kleine Anzahl der italienischen
Ausgabe vorrätig. Außerdem sollte man beim Kauf genau aufpassen,
daß man auch diejenige CD erwischt, die man haben möchte. Denn
äußerlich gleichen sich beide Versionen bis auf die Bezeichnung
der einzelnen Titel völlig. Von der aktuellen Singleauskopplung "Blue"
gibt es in Deutschland jedoch nur eine Fassung. Darauf ist aber als vierter
Track die italienische Version dieses Stücks mit dem Titel "Blu" zu
finden.
Mit diesem Titel gab es zuletzt einigen Ärger. Michele Pecora
klagte Zucchero an, den Titel "Blu" von seinem "Era lei" geklaut zu haben.
Für Entlastung sorgte ein Gutachten. Darin hieß es: "Die einzige
Ähnlichkeit liegt im Refrain. Und vier gleich Noten bedeuten noch
keine Cover-Version."
Mehr zu dem Album unter den CD-Tipps.
(30.11.98)
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Live-Album von Eros Ramozzotti
In den nächsten Tagen erscheint das neue Album von Eros Ramazzotti.
Dabei handelt es sich um Mitschnitte aus seiner Welt-Tour 1998. "Eros live"
ist kein Abklatsch der im letzten Jahr erschienen Best Of- Zusammenstellung
"Eros". Denn zehn der fünzehn neuen Titel auf Ramazzottis erstem Live-Album
waren auf "Eros" nicht vertreten. Neben gewöhnlichen Live-Versionen
finden sich darauf auch einige Akkustik-Versionen, spanische Aufnahmen
von "Quanto amore sei" und "Più bella cosa" sowie die Duette mit
Tina Turner ("Cose della vita") und mit Joe Cocker ("That's All I Need
To Know - Difenderò). Letztgenannter Titel wurde auf dem Königsplatz
in München aufgenommen und ist seit dem 22.10. auch als Single erhältlich.
Hier die komplette Titelliste:
1.Io amerò; 2.Un altra te; 3.Solo con te; 4.L'urgano Meri; 5.Cuore
agitati; 6.Un cuore con le ali; 7.That's All I Need To Know - Difenderò;
8.Cuanto amor me das; 9.Lei però; 10.Stella gemella; 11.Cose della
vita - Can't Stop Thinking Of You; 12.Le cose mas bella; 13.Adesso tu;
14.Dove c'è musica; 15.Senza perderci di vista.
(22.10.98)
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Lucio Battisti gestorben
Die italienischen Medien sprachen vom Tod des "wichtigsten Popmusikers
Italiens". Seit seinem ersten Hit "Balla Linda" 1968 erlangte Lucio Battisti
30 Jahre lang große Erfolge und verfügte über eine große
Fangemeinde. Außerdem schrieb er Texte für andere Musiker wie
Mina oder Patty Pravo. Am 9. September wurde gegen 8:30 Uhr in den
Radio- und Fernsehsendern das Programm unterbrochen und mit Sondersendungen
auf den Tod des Sängers hingewiesen wurde. Schon in den nächsten
Tagen wird sein letztes Album "Hegel" erscheinen. Lucio Battisti starb
im Alter von 55 Jahren an Leberkrebs.
(10.9.1998)
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Comeback von Gianna Nannini
Gianna Nannini meldet sich nach mehreren Jahren Pause zurück.
Die neue Single "Centomilla" erscheint am 27. August, das dazugehörige
Album am 24. September. Darauf werden zwölf Titel zu hören sein,
mit denen sie - laut Plattenfirma - zu ihren "Rock-Wurzeln" zurückkehrt.
(28.8.1998)
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Best Of und Buch von 883
883, eine der beliebtesten Gruppen der letzten Jahre, haben ein Best-Of-Album
auf den Markt gebracht, das gleich in der ersten Woche auf Platz eins der
Verkaufscharts geschossen ist. Darauf enthalten sind viele alte Stücke
oder Remix-Versionen, aber auch die neue Single "Io ci sarò". Der
Name des Albums "Gli anni" ("Die Jahre") ist gleichzeitig der Titel eines
der größten Hits und bietet sich natürlich für eine
Best-Of-Zusammenstellung an. Max Pezzali, Stimme und Kopf der Band, hat
zusätzlich noch ein Buch mit dem Titel "Stessa storia, stesso posto,
stesso bar" ("selbe Geschichte, selber Ort, selbe Bar", Textzeile aus "Gli
anni") veröffentlicht. Im September soll dann noch ein Video der Band
erscheinen. 883 selbst haben sich übrigens nach dem Modell 883 der
Harley Davidson benannt. Mehr zu 883 auch unter CD-Tips
oder
auf der Homepage der Gruppe, die auch
in englischer Sprache abrufbar ist.
(12.8.1998)
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Preise für Live-Musik
Vom 6. bis 19. August findet iin Kalabrien das alljährliche Festival
"Fatti di Musica" statt. Dort werden Preise für die besten Live-Akts
verliehen. Die premierten Künstler nehmen an sieben verschiedenen
Tagen die Ehrungen entgegen und geben zu diesem Anlaß jeweils ein
Live-Konzert. Das Programm: 6.8. Ivano Fossati (beste Texte); 8.8. PFM
(beste Gruppe); 9.8. Fiorella Mannoia (beste weibliche Interpretin); 13.8.
Fabrizio de Andre (bester Live-Akt des Jahres); 15.8. die Rapper Sottotono,
La Pina, Otiere, Bassi Maestro, Fuori Fase, A T.P.C., Lyricalz und Sab
Sista (neue Vertreter italienischer Musik); 17.8. Pooh (beste Bühnenausstattung
und Bühnenbild); 18.8. Antonello Venditti (Preis für gesamte
Karierre).
(20.7.1998)
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Backstreet Boys in italienisch
Als in der Landessprache singende Antwort auf die Backstreet Boys hat
Italien "I Ragazzi Italiani", die sowohl musikalisch als auch optisch ganz
an die großen Vorbilder angelehnt sind und bei deren Konzerten die
Mädchen demzufolge auch reihenweise in Ohnmacht fallen. Wer nun in
Zukunft die Backstreet Boys in italienischer Sprache hören möchte,
kann jetzt auch auf das Original zurückgreifen. "Non puoi lasciarmi
così" heißt die speziell für den italienischen Markt
aufgenommene Version von "Quit Playing Games".
(30.6.1998)
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Italienische Radiosender in Deutschland
Tip für alle Satellitenempfänger: Zusätzlich zu dem
Satellitenreceiver gibt es ab 300 DM die sogenannte ADR-MusicBox. ADR -
das bedeutet Astra Digital Radio. Derzeit sind es 87 Sender, die über
ADR zu empfangen sind. Zum Jahresende sollen es bereits über 100 sein.
Die meisten Geräte können sogar an den Computer angeschlossen
werden und so die elektronische Programmzeitschrift Radiowoche ausstrahlen.
Neben fast allen deutschen öffentlich-rechtlichen und mehreren
Privatsendern sind damit auch einige ausländische Sender zu
empfangen. Darunter zum Beispiel Radio
Italia Solo Musica Italiana. Hier wird nur italienische Musik gespielt.
Dazu gibt es Interviews, Gespräche mit Hörern, Charts und ein
paar Mal am Tag Nachrichten.
Außerdem wird das Programm von Rete Uno ausgestrahlt. Dieser
Sender ist aus der Schweiz und sendet ausschließlich in italienischer
Sprache. Im Programm sind viele Wortbeiträge, aber auch italienische
und englische Musik.
Interessenten kann ich auf Wunsch auch eine Liste aller Sender und deren
Programmschwerpunkt per e-mail
zuschicken. Mehr Infos dazu gibt es aber auch hier.
(11.5.1998)
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